Hannover 96

Hannover gegen Augsburg: Ein Duell auf Augenhöhe

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Obwohl beide Bundesligisten zu Saisonbeginn als Abstiegskanidaten galten, läuft es bislang bei Hannover 96 und dem FC Augsburg sehr gut. Beide Vereine haben 15 Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz. Auch die aktuelle sportliche Bilanz ist identisch: 32 Punkte bei je acht Siegen und Unentschieden sowie neun Niederlagen. Selbst die Tordifferenzen ähneln sich stark. In der HDI-Arena dürfte am Samstag daher ein Kampf auf Augenhöhe stattfinden.

Hannover-Fans protestieren weiterhin

Mit 32 Punkten konnte sich Hannover 96 nach 25 Spieltagen einen Mittelfeldplatz sichern, der bis dato nichts mit dem Abstieg zu tun hat. Der Aufsteiger spielt eine starke Saison. Dennoch kriselt es im 96-Fanlager. Grund ist jedoch nicht die sportliche Lage ihres Vereins. Die Fans sind im Clinch mit Club-Präsident Martin Kind, der sich die Anteilsmehrheit von Hannover 96 aneignen möchte. Ein Vorhaben, dass einem Großteil der Anhänger nicht zusagt. Da der Verein zuletzt eine geplante Podiumsdiskussion mit den Fans platzen ließ, verschlimmerte sich die Situation deutlich. Es folgte ein Simmungsboykott im letzten Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach. Auch für die Partie gegen den Tabellennachbarn ist ein ähnliches Szenario der Anhängerschaft geplant. Dennoch zeigte sich Horst Heldt bei der Pressekonferenz zuversichtlich: „Das, was gegen Gladbach stattgefunden hat, war nicht zu akzeptieren, aber wir gehen davon aus, dass das auch so nicht mehr stattfinden wird.“

André Breitenreiter versucht sein Team derweil auf das kommende Spiel zu fokussieren. Dabei möchte er sich gegen die Schwaben durchsetzen und nach Möglichkeit weiter von den Abstiegsplätzen distanzieren. „Wir sind in keinem Spiel der klare Favorit, auch am Samstag nicht. Deswegen wird sich die Mannschaft durchsetzen, die einen besseren Plan, die bessere Einstellung, den größeren Willen und dazu auch das nötige Spielglück hat“, so Breitenreiter über die Partie.

Ob Pirmin Schwegler und Felix Klaus am Samstag auflaufen werden, ist derzeit noch unklar. Beide kehrten in den vergangenen Tagen wieder ins Mannschaftstraining zurück. Dazu ist Salif Sané nach einer Gelbsperre wieder einsatzbereit.

Manuel Baum will wieder punkten

Mit vier sieglosen Partien zeichnet sich ein kleiner Negativlauf für die Augsburger ab. Hinzu kommt, dass der bayrische Club während der Saison mit ständigen Verletzungssorgen zu kämpfen hat. Derzeit stehen sechs Spieler auf der Verletztenliste, darunter auch Torjäger Alfred Finnbogason, der in dieser Saison bereits elf Treffer markieren konnte. Nun muss eine weitere Personalie pausieren: Verteidiger Kevin Danso hat sich bei der Heimniederlage gegen die TSG 1899 Hoffenheim am Sprunggelenk verletzt. Wie lange der Youngster ausfällt, ist noch nicht abschätzbar.

Dennoch schiebt Trainer Manuel Baum die Talfahrt nicht auf das Verletzungspech: „Wir nehmen die Herausforderung immer wieder an und werfen nicht alles um. Wir haben eine gute Mannschaft und können das kompensieren.“ Er wüsste, dass der Gegner Hannover ein „harter Brocken“ werden würde. Das Ziel ist dennoch klar. „Mit einer aggressiven Mannschaft, die hinten gut verteidigt, können wir gewinnen“, so Baum.

Mit Jan Moravek und Marco Richter wird Baum für das kommende Auswärtsspiel planen können. Außerdem ist der Brasilianer Caiuby wieder einsetzbar. Der 29-Jährige musste im letzten Spiel eine Gelbsperre absitzen.

Voraussichtliche Aufstellungen

Hannover 96: Tschauner – Anton, Sane, Elez – Korb, Ostrzolek – Fossum, Schwegler – Klaus, Bebou – Füllkrug

FC Augsburg: Hitz – Schmid, Kacar, Hinteregger, Max – Baier, Khedira – Heller, Koo, Caiuby – Gregoritsch

Fakten zum Spiel

  • Anpfiff: Samstag, den 10.03.2018, um 15:30
  • Stadion: HDI-Arena, Hannover
  • Schiedsrichter: Bastian Dankert (SR), Mark Borsch (SR-A. 1), Stefan Lupp (SR-A. 2), Benedikt Kempkes (4. Offizieller), Felix Zwayer (VA), Lasse Koslowski (VA-A)
  • Bilanz gegeneinander gesamt: 6-5-2 bei 18:12 Toren
  • Bilanz gegeneinander bei Heimspiel Hannover: 3-2-1 bei 9:5 Toren
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