Derrick Köhn lief anderthalb Jahre für Hannover 96 auf | Foto: Martin Rose/Getty Images
Hannover 96 hat rechtliche Schritte eingeleitet gegen den amtierenden türkischen Meister Galatasaray. Grund hierfür ist die nicht bezahlte Ablösesumme für Derrick Köhn, der zum türkischen Klub im Winter kam.
Derrick Köhn wechselte Anfang Februar für eine Ablösesumme von 3,5 Millionen Euro zum Rekordmeister der Süper Lig. Mit Bonuszahlungen kamen insgesamt vier Millionen zusammen. Die ersten Raten der Ablöse sollen für Hannovers 16-Millionen-Etat für die neue Saison eingeplant sein. Das Geld für den Köhn-Transfer ist aber noch immer nicht auf den Konten der Hannoveraner eingetroffen. Nun werden rechtliche Schritte eingeleitet.
Auf „Bild“-Nachfrage bestätigte 96-Boss Martin Kind dies: „Galatasaray hat nicht gezahlt, das Geld ist nicht auf unserem Konto. Wir haben rechtliche Schritte eingeleitet.“ Die Anwälte des Zweitligisten sollen die Angelegenheit jetzt prüfen. Die UEFA wurde ebenfalls informiert. Türkische Medien bestätigen den Bericht des Blatts.
Der Ex-96-Spieler wurde bei Gala direkt Stammspieler. Als Linksverteidiger absolvierte der 25-Jährige 15 Partien im gelb-roten Trikot. Ein Treffer und zwei Vorlagen gingen auf sein Konto. Zum Zeitpunkt seines Wechsels in die Süper Lig lag Köhns Marktwert bei drei Millionen Euro. Durch seine Leistung bei Gala konnte der gebürtige Hamburger ihn auf sechs Millionen steigern.
Köhn spielte in der Jugend für den Hamburger SV und lief zwischen 2017 und 2020 in 90 Partien für den FC Bayern II auf. Im Sommer 2022 schloss er sich der Profimannschaft von Hannover 96 an. In 53 Spielen schoss der Linksverteidiger acht Tore und bereitete 12 Buden vor. Bei Galatasaray unterschrieb Köhn bis 2026, mit einer Option um zwei weitere Jahre zu verlängern.
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