Hertha BSC

Hertha BSC: Flüchtet auch der letzte Dardai aus Berlin?

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Seit 1997 verbindet man den Namen Dárdai mit Hertha BSC. Was mit Pal Dardais Wechsel nach Berlin begann, entwickelte sich über Jahrzehnte zu einer besonderen Vereinsgeschichte. Nachdem Pal Dárdai den Klub inzwischen in Richtung seiner Heimat Ungarn verlassen hat, ist sein Sohn Marton Dárdai der letzte Vertreter der Familie, der sich bei den Berlinern aufhält. Doch das könnte sich bald ändern, sollte Hertha den Aufstieg erneut nicht schaffen.

Fast 15 Jahre im blau-weißen Trikot

Seit fast 15 Jahren trägt Márton Dárdai das blau-weiße Trikot. Bereits als Kind kam er zu Hertha, durchlief sämtliche Jugendmannschaften und ist heute mit 23 Jahren der dienstälteste Spieler im Kader von Trainer Stefan Leitl. „Das ist ein langer Weg und ein langer Zeitraum. Das ist mir bewusst. Deswegen bin ich ganz stolz, dass ich hier so lange ohne Unterbrechungen da bin“, sagt der Ungar über seine Zeit bei der Alten Dame, die sich derzeit im Trainingslager in Portugal befindet.

Am 12. Dezember 2020 feierte Dárdai sein Profidebüt gegen den FC Augsburg, damals noch in der Bundesliga  unter Trainer Bruno Labbadia. Seitdem ist viel passiert: Abstieg, Umbruch, neuer Anlauf. Dárdai blieb. Auch in Phasen, in denen es sportlich nicht immer rund lief

Zur Dárdai-Geschichte gehören dabei nicht nur Márton selbst, sondern auch seine Brüder. Palkó und Bence Dárdai schafften ebenfalls den Sprung zu den Profis. Zeitweise standen alle drei gemeinsam auf dem Feld. Eine besondere Konstellation, zumal ihr Vater Pal damals als Cheftrainer an der Seitenlinie stand. Inzwischen haben sich die Wege der Brüder getrennt: Bence Dárdai steht mittlerweile beim VfL Wolfsburg unter Vertrag, während Palkó Dardai seine Karriere in Ungarn fortsetzt.

Dardai schließt Abschied nicht aus

Márton Dárdai selbst könnte auch bald die Berliner verlassen, falls der Aufstieg nicht klappt. Zudem wäre sein extrem hohes Gehalt auf Dauer für die Berliner schwer zu stemmen. Sollte der Aufstieg aber gelingen, ist ein Verbleib des ungarischen Nationalspielers wahrscheinlich: „Es ist meine Aufgabe und mein klares Ziel, mit Hertha in die erste Liga zurückzukehren. Wenn es in dieser Saison klappt, wäre ich überglücklich“, erklärt Dardai. Auch sein bis 2028 datierter Vertrag könnte noch verlängert werden.

Angebote gibt es aber genug. Bereits in der Vergangenheit lagen dem Innenverteidiger mehrere Offerten anderer Klubs vor, sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland. Dárdai entschied sich jedoch bewusst dafür, diese Optionen zunächst zurückzustellen und seinen Weg bei Hertha fortzusetzen, wie er selbst bestätigt: „Es gab Angebote, ich habe mich aber immer wieder für Hertha entschieden, wollte mich hier festigen, bevor ich vielleicht irgendwann einmal etwas anderes sehe“. Wie es mit dem letzten Dardai bei der Hertha weitergeht, zeigt sich wohl am Ende der Saison.

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