IMAGO / Brauer-Fotoagentur
Im Sommer 2024 wechselte Kevin Sessa vom 1. FC Heidenheim zu Hertha BSC, doch war nie ein Faktor. Bis jetzt. Denn der 25-Jährige stand in den letzten vier Spielen in der Startelf und scheint eine Leistungssteigerung anzunehmen. Das Kapitel in Berlin ist noch lange nicht vorbei.
Seit seiner Ankunft in der Hauptstadt hatte Sessa mit Verletzungen zu kämpfen. In der vergangenen Saison verpasste er aufgrund einer Knieverletzung und zwei Muskelverletzungen insgesamt 13 Pflichtspiele. Im Interview mit dem kicker sagte Sessa, dass er „nie in den Rhythmus gekommen“ sei. Den Auftakt in die aktuelle Spielzeit gegen Schalke (1:2) musste er wegen muskulären Problemen ausetzen.
In der Hinrunde bekam der Mittelfeldspieler „einzelne Chancen und Einsätze“, die er „leider nicht genutzt“ hat. Zudem kommt eine „extreme Konkurrenzsituation“ im zentralen Mittelfeld. Doch jetzt kann Sessa angreifen: „Jetzt bin ich drin und versuche, noch eine Schippe draufzulegen“. Er habe „meinen Körper allmählich im Griff“ und möchte für „Klarheit im Spiel“ sorgen.
Dass er je daran gedacht habe, ob es zwischen ihm und der Hertha nicht passt, verneinte Sessa. Er war nie an dem Punkt, sondern war von sich selbst überzeugt und „habe nie daran gedacht, hier aufzugeben“. Und: „Ich liebe es hier. Ich liebe es, im Olympiastadion zu spielen. Ich liebe es, aufs Trainingsgelände zu kommen.“
Zusammen mit Paul Seguin besetzt Sessa die Doppelsechs in Stefan Leitls 4-2-3-1-Formation. „Das harmoniert aktuell sehr gut“, findet der gebürtige Stuttgarter. Doch er weiß auch, dass er um seinen Platz kämpfen muss, da Herthas Supertalent Kennet Eichhorn zurückkehren wird. Dieser ist am Montagmittag ins Mannschaftstraining eingestiegen und machte bei allen Übungen vollständig mit.
Im kommenden Sommer wird es höchstwahrscheinlich zu einem Teilumbruch kommen. Alleine um die Personalie Eichhorn, den Sessa ein „Wunderkind“ nennt, wird viel gesprochen und geschrieben. Der 16-Jährige wird die Hertha wahrscheinlich verlassen. Diego Demme wird wohl keine Zukunft bei der Alten Dame mehr haben. Der Vertrag von Sessa läuft noch bis 2027, er selbst ist „hier nicht fertig.“
Bislang hat der Deutsch-Argentinier 39 Spiele im blau-weißem Trikot absolviert. Dabei kann er nur zwei Vorlagen vorweisen, keine Tore. Beim 5:2-Auswärtssieg gegen Fortuna Düsseldorf leitete er die ersten beiden Treffer von Fabian Reese jeweils mit seiner Balleroberung ein. So langsam steigert sich Sessa in die richtige Richtung.
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