Foto: Matthias Kern/Bongarts/Getty Images
Eduard Löwen ist bislang der Königstransfer von Hertha BSC Berlin. Immerhin sieben Millionen Euro hat sich Manager Michael Preetz den Allrounder kosten lassen. Da dem Ex-Nürnberger für seine Hochzeit unlängst drei Tage Sonderurlaub genehmigt wurden, musste er auf dem Trainingsplatz zuletzt unter der Aufsicht von Athletiktrainer Henrik Kucho Extra-Schichten schieben. Sein Ziel ist dennoch klar: Ein Stammplatz bei der Hertha.
„Der Trainer wusste alles über mich, hat sich sehr mit mir befasst“, erläutert Löwen gegenüber der „Berliner Tageszeitung“ einen der Hauptgründe für den Entschluss nach Berlin zu gehen. „Er hat sich sehr mit meiner Person auseinandergesetzt und mir das Gefühl gegeben, das passt“, so der Deutsch-Russe. „Seine große Stärke ist, dass er auch als gedeckter Spieler Bälle fordert“, lobt seinerseits besagter Hertha-Coach Ante Covic.
Am letzten Donnerste demonstrierte Löwen beim 2:1-Testspielsieg gegen Fenerbahce Istanbul seinem neuen Chef dann auch gleich seine enorme Robustheit. „Man hat gesehen, was für ein Koffer er ist. Es haben sich in einer Situation zwei Leute drangehangen, die hat er abgeschüttelt“, äußert sich der 43-Jährige in der „Berliner Zeitung“ anerkennend.
Bei einem Gardemaß von 1,88 Meter bringt Löwen 90 Kilogramm auf die Waage. „Ich mache Kraftsport seit ich zwölf Jahre alt bin. Mein Vater kommt aus dem russischen Militär und hat mich zum Training geschickt“, erzählt der 22-Jährige. Trotzdem kam Löwen bei der U21-Europameisterschaft nicht eine Sekunde zum Einsatz. „Das hat mich belastet“, gibt er zu. „Ich kann es nicht ertragen auf der Bank zu sitzen“, aber „ich habe das jetzt abgeschüttelt und habe bei Hertha einen neuen Auftrag.“
Der vielseitig einsetzbare Rechtsfuß beschreibt sich als „in der Defensive ganz gut, aber meine Qualitäten liegen noch mehr in der Offensive. Wichtig für mich ist, dass ich viel Ballbesitz habe.“ Als „bibeltreuer Christ“ ist Löwen jemand, der sich nie Tattos stechen lassen würde, keinen Alkohol trinkt und auch nie auf Partys geht, „das ist einfach nicht mein Ding.“ Denn, Stichwort Ballbesitz: „Ich mag es, die Kontrolle zu behalten.“
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