Foto: Thomas F. Starke/Bongarts/Getty Images
Der jüngste Trainer der zweiten Liga heißt Ole Werner – und ist seit Ende Oktober Cheftrainer bei Holstein Kiel, nachdem er nach dem Aus von Andre Schubert zuerst als Interimstrainer für die Störche einsprang. Der 31-Jährige spricht mit dem „kicker“ über seine Arbeit in Kiel und zieht eine erste Zwischenbilanz.
Holstein Kiel belegt mit 14 Punkten aus zwölf Spielen Tabellenplatz zwölf in der zweiten Bundesliga und musste zuletzt in der zweiten Runde des DFB Pokals eine Niederlage im Elfmeterschießen gegen den Regionalligisten aus Verl hinnehmen. Nach den ersten sieben Spielen als Chefcoach zieht Ole Werner eine erste Bilanz: „Mit der Entwicklung der letzten Wochen können wir durchaus zufrieden sein. Wir erkennen, dass die Mannschaft auf dem Platz umsetzt, was wir unter der Woche trainieren. Sie bekommt von Spiel zu Spiel mehr Sicherheit und Stabilität. Jetzt gilt es, vor allem im letzten Drittel konsequenter zu werden, um dann eben auch gute Spiele wie am Sonntag in Bielefeld oder zu Hause gegen Regensburg ergebnistechnisch erfolgreich zu gestalten. Das ist der nächste Schritt.“
Im September war der 31-Jährige noch in der Regionalliga Nord tätig, nun steht er als Chefcoach an der Seitenlinie des Zweitligisten aus Kiel. Zu seiner Spielphilosophie sagt Werner: „Es gibt schon einen Unterschied. Aber nicht aufgrund der Liga, sondern weil ich eine Mannschaft im laufenden Spielbetrieb übernommen habe. Wir wollen aktiv und unangenehm gegen den Ball und mutig mit Ball sein, mit offenem Visier agieren. Wir befinden uns in einem Prozess, in ein paar Wochen wird man dann noch mehr davon sehen. Ich habe natürlich eine klare Idee, wie ich Fußball spielen lassen will, passe diese aber immer den Stärken meiner Spieler an.“
Am kommenden Samstag ist der Tabellenführer aus Hamburg zu Gast bei den Störchen. Werner wirkt mit seinen erst 31 Jahren ruhig und zielgerichtet in seinem neuen Job als Kieler Cheftrainer. Vor dem Nord-Derby sagt Werner dem „kicker“: „In Bezug auf den Fußball bin ich eher sehr, sehr selten nervös. Neben dem Fußballplatz ab und zu schon. Ich empfinde eine riesige Vorfreude auf das Spiel und bin wie vor jedem Spiel angespannt, aber nicht nervös. Wir haben gezeigt, dass wir gegen die Top-Klubs bestehen können. Und das wollen wir bestätigen. Aber nicht nur, weil es gegen den HSV geht, sondern weil wir die Punkte brauchen.“
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