Lewis Holtby hat sich schwer verletzt. (Photo by Selim Sudheimer/Getty Images)
Dramatische Szenen beim niederländischen Erstligisten NAC Breda: Das Team um den früheren deutschen Bundesliga-Spieler Lewis Holtby musste sich im Auswärtsspiel bei Fortuna Sittard mit einem 1:1 begnügen – ein Ergebnis, das im Abstiegskampf kaum Erleichterung bringt. Doch noch schwerer wiegt der bittere Zwischenfall kurz vor der Halbzeitpause, bei dem sich der 35-jährige Mittelfeldakteur eine deutlich sichtbare Verletzung am linken Bein zuzog.
Nach einem intensiven Zweikampf mit dem Sittard-Verteidiger Justin Hubner traf dieser Holtby unglücklich oberhalb des Knöchels. Der deutsche Profi sank sofort zu Boden und signalisierte starke Schmerzen. Die TV-Aufnahmen zeigten eine tiefe Fleischwunde am Schienbein – Bilder, die selbst erfahrene Zuschauer erschreckten. Für Holtby war das Spiel beendet: Nach kurzer Behandlung durch das medizinische Team verließ er das Feld humpelnd, ersetzt durch Mohamed Nassoh.
Die Verletzung weckte bei vielen Fans Erinnerungen an den legendären Fall von Ewald Lienen aus dem Jahr 1981, als der damalige Bielefelder Profi eine rund 25 Zentimeter lange Schnittwunde am Oberschenkel erlitt – eine der markantesten Verletzungen der Bundesliga-Geschichte. Solche Vorfälle verdeutlichen das Verletzungsrisiko im Profifußball: Laut UEFA-Statistik treten durchschnittlich 7,2 Verletzungen pro 1.000 Spielminuten auf, wobei rund 17 % davon den unteren Extremitäten betreffen.
Wenige Stunden nach dem Schlusspfiff meldete sich Holtby über Instagram zu Wort. In seinem Beitrag zeigte er ein Foto seines verbundenen Schienbeins und erklärte, dass die Wunde genäht worden sei und er nach einigen Tagen Ruhe zurückkehren wolle. Auch sein Gegenspieler Hubner entschuldigte sich laut Holtby privat für die unglückliche Aktion und wünschte ihm eine schnelle Genesung. Der ehemalige Schalke-, Mainz-, Bochum-, HSV- und Kiel-Profi reagierte demnach verständnisvoll und nahm die Entschuldigung sportlich an. Holtby steht seit Sommer 2025 in Diensten von NAC Breda, das sich derzeit mitten im Kampf um den Klassenerhalt befindet. Nach 30 Spieltagen liegt der Verein mit zwei Punkten Rückstand auf dem Relegationsrang im Tabellenkeller der Eredivisie. Für den erfahrenen Mittelfeldspieler war der jüngste Rückschlag daher doppelt bitter – sportlich und persönlich.
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