Zum Jubeln gibt es in Aue nichts mehr. (Photo by Matthias Kern/Getty Images)
Erzgebirge Aue ist nach 23 Jahren ununterbrochenem Profifußball in die Viertklassigkeit durchgereicht worden. Das 2:2 gegen den SV Wehen Wiesbaden besiegelte am Samstagnachmittag endgültig den Abstieg in die Regionalliga Nordost – ausgerechnet im Jahr des 80-jährigen Vereinsjubiläums.
Aue war bereits seit Wochen ohne Sieg und hatte nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt. Das Remis gegen Wiesbaden war bereits das 16. Rückrundenspiel ohne Dreier, insgesamt holten die Veilchen seit Jahresbeginn lediglich vier von möglichen 48 Punkten – der schwächste Wert der gesamten 3. Liga.
Interimstrainer Khvicha Shubitidze hatte seine Mannschaft nach dem Sachsenpokal-Halbfinalsieg beim Chemnitzer FC auf vier Positionen verändert. Unter anderem rückten Ersatzkeeper Louis Lord sowie Jamilu Collins, Maximilian Schmid und Ricky Bornschein in die Startelf. Aue kam jedoch nur schwer in die Partie und geriet nach 24 Minuten durch Moritz Flotho in Rückstand, ehe Tristan Zobel kurz darauf ausgleichen konnte.
Nach dem Seitenwechsel bot sich Zobel die große Chance zum 2:1, doch Aue verpasste die Wende. In einer Phase, in der beiden Teams der letzte Druck der Saison anzumerken war, kassierten die Gastgeber trotz Überzahl – nach Gelb-Rot gegen Niklas May – ein kurioses Eckentor von Tarik Gözüsirin zum 1:2. Erst kurz vor Schluss sorgte Moritz Seiffert mit dem 2:2-Ausgleich noch einmal für Hoffnung, ohne jedoch das Abrutschen in die Regionalliga verhindern zu können.
Mit dem Abpfiff stand fest, dass für den Traditionsklub aus dem Erzgebirge ein schmerzhafter Einschnitt beginnt – künftig geht es in der Regionalliga Nordost um den sofortigen Wiederaufstieg.
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