Sam Greenwood/Getty Images
Beim 1. FC Schweinfurt 05 kommt es zum nächsten Paukenschlag in einer ohnehin turbulenten Saison. Der Tabellenletzte der dritten Liga hat sich mit sofortiger Wirkung von Cheftrainer Victor Kleinhenz getrennt. Mit Jermaine Jones präsentiert der Klub nun eine ebenso prominente wie überraschende Nachfolgelösung.
Kleinhenz, der die „Schnüdel“ in der vergangenen Spielzeit noch zur Meisterschaft und zum Aufstieg geführt hatte, musste nach einer sportlichen Talfahrt gehen. In der laufenden Runde setzte es 20 Niederlagen aus 24 Partien, insgesamt stehen lediglich zehn Punkte zu Buche. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt bereits 17 Zähler. „Beide hatten großen Anteil an der letztjährigen Meisterschaft, daher bedauere ich diese Entwicklung sehr“, erklärte Geschäftsführer Markus Wolf zum Abschied von Kleinhenz und dessen Assistent Gregor Opfermann.
Mit Jones übernimmt nun ein früherer Bundesliga-Profi, der unter anderem für Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und Schalke 04 auflief. Besonders im Ruhrgebiet genießt der ehemalige US-Nationalspieler Kultstatus. Nun wagt der 44-Jährige seine erste Station als Cheftrainer im deutschen Profifußball.
„Mit Jermaine gewinnen wir einen Trainer, der auf eine lange aktive Karriere im Profi-Fußball zurückblicken kann“, sagte Wolf über die Verpflichtung. Jones selbst blickt seiner neuen Aufgabe mit Vorfreude entgegen: „Ich freue mich sehr über das Vertrauen und kann es kaum erwarten mit der Mannschaft loszulegen.“
Viel Zeit zur Eingewöhnung bleibt nicht. Bereits am Samstag steht das Auswärtsspiel beim MSV Duisburg an. Jones weiß um die Schwierigkeit der Mission: „Wir wissen, dass mit dem Spiel in Duisburg eine große Aufgabe vor uns liegt. Aber genau für solche Spiele spielt man ja Fußball.“
Angesichts der tabellarischen Situation dürfte der Fokus jedoch längst auch auf der Planung für die Regionalliga liegen.
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