IMAGO / Lucca Fundel
Nach dem Pokal‑Aus in Großaspach hat der SSV Ulm 1846 Fußball nur noch das Ziel, den Klassenerhalt in der 3. Liga zu sichern. Trainer Pavel Dotchev reagiert darauf mit harten Einschnitten und trennt den Kader in zwei Trainingsgruppen.
Bereits am Mittwoch hatte Dotchev nach der Niederlage Alarm geschlagen. „So wie es momentan läuft, haben wir keine Chance“, sagte der 60‑Jährige. Einen Tag später folgten Konsequenzen. Vor dem Spiel gegen Verl kündigte er in der Pressekonferenez an, ab sofort in zwei Gruppen zu trainieren, um die Qualität zu erhöhen und den Fokus zu schärfen.
Betroffen ist eine Gruppe von acht Spielern, die vorerst zur U19 geschickt werden. Namen nannte Dotchev bewusst nicht, da die Profis zunächst intern informiert werden sollen. Gleichzeitig betonte er, niemanden abstrafen zu wollen. Es gehe ausschließlich darum, die Trainingsbedingungen zu verbessern, die Tür zurück in den Kader bleibe offen.
Dotchev stellte klar, dass er seinem Kernpersonal weiterhin vertraut. Punktuelle Veränderungen seien möglich, aber ein kompletter Umbruch komme für ihn nicht infrage. „Ich habe keinen einzelnen Spieler draußen gelassen, weil er zu gut ist“, sagte er.
Dennoch räumte er ein, zu spät reagiert zu haben. Nach den jüngsten Ergebnissen könne man nicht einfach weitermachen wie bisher. Wichtig sei ihm, dass die Mannschaft ihr Gesicht wahrt und sich nicht ständig bei den Fans entschuldigen müsse.
Der Schritt falle ihm nicht leicht, sei aber notwendig. „Ich mache das nicht gerne. Aber ich sehe, dass etwas gemacht werden muss.“ Für die verbleibenden Spiele wolle er alles versuchen, auch taktisch. Ob Fünfer‑, Vierer‑ oder Dreierkette – Dotchev schließt keine Variante aus. Gegen Aufstiegsaspirant Verl sieht er sein Team trotz der Außenseiterrolle nicht chancenlos. „Wir wollen auch gegen Spitzenmannschaften bestehen.“
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