Selim Sudheimer/Bongarts/Getty Images
„Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde ‚alles easy‘. Aber wir haben alles gut im Griff. Es gibt keine große oder fundamentale Krise, sondern Veränderungen“, erklärte Oelmayer im Interview mit der Südwest Presse. Für ihn sei die aktuelle Lage eher eine „Delle“ als eine echte Krise – weder finanziell noch personell stehe der Verein vor einem Abgrund. „Es gibt kein Geldproblem und die wichtigen Personen sind da.“
Gemeint ist vor allem Geschäftsführer Markus Thiele, der für die Kaderplanung verantwortlich ist und zuletzt massiv in der Kritik stand. Trotz der sportlichen Talfahrt stellt Oelmayer klar: „Thiele steht nicht zur Disposition.“ Die Kaderzusammenstellung sei zwar nicht perfekt, aber „das allein legitimiert keine Absetzung“. Stattdessen will Oelmayer Thiele aktiv unterstützen, mit einem neuen Modell der Zusammenarbeit.
„Ich habe mich bereit erklärt, die Prokura für die Geschäftsführung zu übernehmen. Das heißt, es gilt das Vier-Augen-Prinzip, was Spielerverpflichtungen und andere Themen angeht“, so der 71-Jährige. Diese Maßnahme sei keine Kritik, sondern eine Form der Rückendeckung und bereits länger geplant. Auch Thiele selbst habe sich diese Unterstützung gewünscht.
Oelmayer zeigt sich gelassen gegenüber möglicher Kritik an seiner Person: „Wenn jetzt vielleicht auch mal ‚Oelmayer raus!‘ gerufen wird, halte ich das aus.“ Vielmehr gehe es ihm darum, Kontinuität zu schaffen und seine regionalen Kontakte einzubringen. „Wir schultern das jetzt gemeinsam und ich nehme ihm da auch ein Stück weit die Verantwortung ab.“
Der Verein solle künftig nicht nur durch eine einzelne Person repräsentiert werden. Oelmayer betont: „Das ist nicht nur der Thiele. Er macht seit vier Jahren einen guten Job. Hätte ich eine andere Meinung, würde ich das mit ihm nicht machen.“
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