Löwen-Fans in Aktion (Photo by Thomas F. Starke/Getty Images)
Der eine oder andere kleine Fanschatz der Löwen wurde auf Kleinanzeigen-Portalen und bei eBay zum Kauf angeboten. Schals, Sticker, Pins, Trikots – was bei anderen Vereinen für wenig Aufregung sorgt, schlägt in der bayerischen Landeshauptstadt hohe Wellen.
Den Verkäufern sind vom Rechtsanwalt der TSV 1860 Merchandising GmbH empfindliche Geldforderungen ins Haus geflattert. Grund: Markenrechtsverletzungen.
Etwas kurios ist, dass die Merchandising GmbH der Löwen weder dem Verein noch der Spielbetriebs-KGaA unterstellt ist. Beide Gremien des Clubs sind nicht weisungsberechtigt. Das Präsidium und die Geschäftsführung des TSV 1860 München betonen aber, dass die Merchandising GmbH überhaupt nicht berechtigt ist, eigenständige Abmahnverfahren zu führen. Es ist keine entsprechende Legitimation ergangen.
Verwunderlich sind die Geldforderungen auch deshalb, weil das Merchandising-Unternehmen bereits 2019 einen Rechtsstreit vor dem Landgericht Fürth in einer vergleichbaren Angelegenheit verloren hat.
Wie die Geschäftsführung des TSV 1860 München offiziell mitgeteilt hat, seien die Merch-Firma und die beauftragte Rechtsanwaltskanzlei aufgefordert worden, sämtliche Abmahnaktivitäten sofort einzustellen. Die Anwaltsschreiben entbehren jeglicher rechtlicher Grundlage. Die Löwen wollen nur gegen echte Produktpiraterie vorgehen.
Im offiziellen Statement des Drittligisten heißt es abschließend: „Die Löwenfamilie lebt vom Miteinander. Unrechtmäßige Abmahnungen spalten – wir setzen auf Aufklärung, Rechtssicherheit und den Schutz unserer Mitglieder und Fans.“
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