Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images
In der Bundesliga-Hinserie stand Alexandru Maxim für Mainz ganze 112 Minuten auf dem Platz. Zwölfmal ließ man ihn die komplette Spieldauer auf der Bank schmoren. Eine Luftveränderung war die logische Konsequenz, Maxim ging auf Leihbasis nach Gaziantep. Der Wechsel sollte sich für alle Seiten lohnen, nun sind weitere türkische Klubs am Mittelfeldmann interessiert.
In der südostanatolischen Millionenstadt erwies sich Maxim auf Anhieb als große Verstärkung. Bereits in seinem ersten Spiel für Gaziantep traf er Anfang Februar beim 5:1 gegen den damaligen Tabellenführer Sivasspor doppelt. Ein Einstand nach Maß für den Rumänen, der seine Qualität auch in den folgenden Wochen und Monaten immer wieder unter Beweis stellen konnte. In 14 Spielen überwand Maxim siebenmal den gegnerischen Torwart und steuerte zudem zwei Assists bei. Somit ist es auch seinen starken Leistungen zu verdanken, dass sich der Aufsteiger vorzeitig den Klassenerhalt sichern konnte.
Für den 30-Jährigen ist es wie eine Wiedergeburt, schließlich war er in Mainz praktisch nie über den Status eines Teilzeitarbeiters hinausgekommen. Seit seinem Wechsel aus Stuttgart vor zweieinhalb Jahren trug Maxim in 56 Spielen (fünf Tore, fünf Assists) das Trikot der Rheinhessen, dauerhaft überzeugen konnte der Edeltechniker jedoch nicht. Ähnlich, wenn auch noch etwas erfolgreicher, erging es ihm zuvor in seinen viereinhalb Spielzeiten beim VfB. In 131 Einsätzen für die Schwaben hatte Maxim 17 Mal getroffen und 35 Treffer vorbereitet, ehe man ihn für 2017 für drei Mio. Euro nach Mainz ziehen ließ.
Seine fußballerischen Fähigkeiten sind unbestritten, an einem guten Tag kann Maxim ein Spiel nahezu im Alleingang entscheiden. Um sich in Stuttgart und Mainz wirklich festzubeißen waren die Darbietungen des Spielmachers jedoch zu unstet. In der Türkei könnte das nun anders laufen.
Nach dem Ende der Süper-Lig-Saison am 26. Juli wird Maxim offiziell nach Mainz zurückkehren. Dort hat er einen Vertrag bis 2021, der Bundesligist hat aber keine wirkliche Verwendung für ihn. Sportdirektor Rouven Schröder würde ihm daher keine Steine in den Weg legen. Und wie das Sportportal „Sporx.com“ berichtet, stehen die Chancen auf ein passendes Angebot zumindest nicht schlecht. Neben Gaziantep, das ihn dauerhaft verpflichten möchte, haben schließlich auch andere türkische Erstligisten längst ein Auge auf Maxim geworfen.
Insbesondere Antalyaspor soll großes Interesse zeigen und Maxim bereits ein Angebot gemacht haben. In der türkischen Hauptstadt könnte er angeblich ein Jahresgehalt von 900.000 Euro einstreichen, allerdings scheint der Zehner aktuell einen Verbleib in Gaziantep zu bevorzugen. Hier würde er mit 400.000 Euro wohl weniger verdienen, doch das hervorragende Verhältnis zu seinem Trainer und Landsmann Marius Sumudica wiegt das offenbar auf.
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