Alex Grimm/Getty Images
Janis Blaswich wechselte im vergangenen Sommer zu Bayer Leverkusen, seit Samstag hat er erstmals realistische Chancen auf Spielzeit. Der Ex-Leipziger stand gegen die TSG Hoffenheim (0:1) erstmals für die „Werkself“ zwischen den Pfosten. Ein Debüt sei zwar immer „etwas Besonderes, etwas Schönes“, auch wenn seines von den Umständen getrübt wurde.
Blaswich kam für den verletzungsbedingt ausgewechselten Mark Flekken in die Partie. Der 34-Jährige wünschte seinem Torwartkollegen „eine optimale und schnelle Genesung“, profitiert aber von dessen Ausfall.
Die Bayer-Verantwortlichen geben ihm „jetzt total die Rückendeckung“, sagte Geschäftsführer Simon Rolfes am Montagvormittag. Demnach wird Blaswich im anstehenden Champions-League-Spiel gegen Olympiakos Piräus und am Samstag gegen Werder Bremen starten.
Dennoch wollte Rolfes nicht ausschließen, dass für die darauffolgenden Aufgaben noch ein weiterer Torhüter verpflichtet werden könnte. Blaswich kann dank des deutlichen Vertrauens zwar vorerst beruhigt sein, doch das Thema ist noch nicht vom Tisch.
„Da werden wir uns zusammensetzen und das besprechen. Ich kann es nicht ausschließen, dass wir etwas machen“, erklärte der Ex-Profi. Zwar gibt es keine Anzeichen für einen Neuzugang, aber die Bayer-Bosse „müssen schauen: Wie ist die gesamte Konstellation im Torhüter-Team in den nächsten Wochen.“
Dies könnte ein Indiz für einen längerfristigen Flekken-Ausfall sein. Obwohl der Niederländer nach einer Bänderverletzung nicht operiert werden musste, wird er zumindest mehr als drei Wochen fehlen. Laut „Sky“ müssen die Leverkusener bis zu zwei Monate ohne ihren Stammtorwart auskommen. Neben Blaswich bleibt Trainer Kasper Hjulmand mit dem 32-jährigen Niklas Lomb nur einen zweiten Profi-Torhüter im Kader.
Die Rolle des Eigengewächses wird jedoch eher durch seinen Charakter als durch seine sportlichen Qualitäten definiert. Lomb kann bislang lediglich fünf Einsätze in der Europa League und zwei in der Bundesliga vorweisen, bei denen er teilweise keine gute Figur abgab. Zudem hat der gebürtige Kölner seit über zwei Jahren keine Minuten mehr gesammelt – schon gar nicht auf höchstem Niveau.
Deshalb habe man am Bayer-Kreuz „erst einmal volles Vertrauen in Janis. So haben wir ihn im Sommer auch verpflichtet, weil wir von seiner Qualität überzeugt sind“, sagte Rolfes vor der Abschlusseinheit für das anstehende Champions-League-Duell gegen Piräus. Sollte Blaswich seine Bewährungsproben jedoch nicht nutzen, könnte der Tabellensechste vor dem 2. Februar noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden.
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