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Lars Bender wurde oft nachgesagt, er sei ein Führungsspieler, wie man ihn nur selten findet. Er habe Erfahrung, gehe voran und auch mal dorthin, wo es wehtut. Gleiches galt für seinen Bruder Sven. Mit dem Abgang der beiden Bender-Brüder und dem Spirit von Leon Bailey in der Offensive sind Leverkusen Führungspersönlichkeiten abhandengekommen, die ein Vakuum hinterlassen haben. Wird es Gerardo Seoane und seiner Mannschaft zum Verhängnis oder ist die junge Mannschaft in der Lage zu kompensieren?
Am vergangenen Sonntag äußerte sich Simon Rolfes im „Stahlwerk Doppelpass“ zur Entwicklung der jungen Mannschaft und auch zu seinem neuen Trainer. „Er hat große Fähigkeiten in der Kommunikation“, so der 39-Jährige. Fähigkeiten, die es benötigt, um eine Mannschaft führen zu können und neue Führungspersönlichkeiten zu entwickeln. Immerhin spricht der Schweizer diverse Fremdsprachen und erspart eine Kommunikation über Umwege.
Auch anhand seiner Erfolge ist abzulesen: Seoane weiß, wie man erfolgreich spielt. Die Titel in der Schweiz sind sein bislang bester Arbeitsnachweis. Für den Verein soll es besonders um die Entwicklung junger Spieler gehen, was in den letzten Jahren ordentlich funktioniert hat. „Ein Bender war mit 20 Jahren auch noch nicht so weit wie jetzt. Es ist ein Prozess“, so Rolfes weiter.
Was das Wegfallen der Bender-Zwillinge angeht, ist für Simon Rolfes klar, dass seine aktuellen Spieler in die Verantwortung genommen werden müssen. „Ein Vakuum setzt Energie frei. Letztlich bleibt die Frage: Wer ergreift die Chance?“. Könnte letztlich dieses Vakuum in der kommenden Saison zum Verhängnis werden?
Aktuell soll Lukas Hradecky als Kapitän vorangehen. Der finnische Nationalspieler bringt Erfahrung und eine Führungsstärke mit. Auf dem Platz allerdings wird es schwieriger, jemanden die Rolle zuzuweisen. Einer, der infrage käme, wäre Kerem Demirbay, der bislang teuerste Einkauf unterm Bayer-Kreuz, konnte zuletzt nur bedingt überzeugen. Es wird darauf ankommen, ob Spieler wie Aranguiz oder Demirbay zu ihrer Topform finden und ob junge Talente wie Paulinho den erhofften nächsten Schritt schaffen.
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