Foto: Ian MacNicol/Getty Images
Leon Bailey könnte die Bundesliga bald in Richtung England verlassen. Dabei war der 22-Jährige in dieser Saison längst nicht nur mit starken Auftritten in den Fokus der Öffentlichkeit geraten. Insgesamt fünf Ligaspiele hat er aufgrund von zwei roten Karten verpasst, acht weitere Male war er verletzungsbedingt nicht einsatzätzfähig. Beim jüngsten Achtelfinal-Hinspiel in der Europa League bei den Glasgow Rangers wusste Bailey jedoch zu überzeugen.
Die Partie im Ibrox-Park konnten die Gäste mit 3:1 für sich entscheiden. Wie so oft in dieser Saison kam Bailey lediglich von der Bank, nach einer guter Stunde ersetzte er Karim Bellarabi. Die verkürzte Spielzeit hielt den Jamaikaner jedoch nicht davon ab, sich kurz vor dem Schlusspfiff mit einem schönen Schlenzer noch in die Torschützenliste einzutragen. Im sechsten Saisoneinsatz auf internationalem Parkett war es sein erster Treffer.
Wie der „Daily Express“ aus Großbritannien berichtet, waren in Glasgow Scouts des FC Chelsea anwesend, die Bayers Offensivmann genauer unter die Lupe nehmen sollten. Die Blues mit Trainer Frank Lampard planen in Sommer offenbar einige altgediente Spieler auszusortieren. Dazu zählen demnach auch die beiden Flügelstürmer Willian und Pedro, die Bailey ersetzen könnte.
Der Linksfuß kam im Januar 2017 aus dem belgischen Genk zur Werkself, für die er seitdem in 105 Pflichtspielen 24 Mal getroffen und 13 weitere Tore vorbereitet hat. Sein Vertrag in Leverkusen läuft noch bis 2023. Um Bailey an die Themse zu lotsen, plant Chelsea bei Bayer offenbar ein Angebot in Höhe von umgerechnet knapp 91 Millionen Euro abzugeben. Denn die nationale Konkurrenz schläft anscheinend nicht. Arsenal, Liverpool und Manchester United haben den Mann aus Kingston längst auf dem Radar.
Der gilt auch beim FC Bayern immer wieder als Kandidat, zuletzt im vergangenen August, als ein Wechsel nach München bereits als fix vermeldet wurde. Sollte es Bailey, der sich auf beiden Außenbahnen heimisch fühlt, allerdings zu Chelsea ziehen, könnte er da zukünftig mit Callum Hudson-Odoi zusammen spielen. Beim Versuch den aktuell am Corona-Virus erkrankten Engländer zu verpflichten, war der deutsche Rekordmeister im letzten Jahr krachend gescheitert.
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