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Nach gut eineinhalb Jahren könnte die Zeit von Sardar Azmoun bei Bayer 04 Leverkusen schon bald wieder ein Ende finden. Sein Ex-Klub Zenit St. Petersburg will den Stürmer zurückholen. Die Leverkusener sind nicht abgeneigt, wollen jedoch vorher die rechtliche Situation prüfen.
Im Zuge des Angriffskriegs auf die Ukraine wurde Russland mit Wirtschaftssanktionen belegt. Deshalb ist noch unklar, ob die Werkself und Zenit überhaupt Geschäfte miteinander machen dürfen. Azmoun galt vor seiner Wadenverletzung mit Sehnenbeteiligung, die er sich im Trainingslager von Bayer in Österreich zuzog, als Verkaufskandidat – durch die Verletzung schien ein Verkauf jedoch unwahrscheinlich.
Seinen Ex-Klub aus Russland soll das laut „kicker“ nicht stören. Die Russen wollen den iranischen Nationalspieler, der voraussichtlich acht Wochen lang ausfällt, dennoch zurückholen. Zunächst hatte Transferexperte Fabrizio Romano über das Interesse berichtet.
Der 28-Jährige konnte aufgrund mehrerer Verletzungen nie so richtig in Leverkusen Fuß fassen. Bereits im Winter wollte er den Bundesligisten mangels Aussicht auf Spielzeit verlassen – ein Wechsel zu Olympique Marseille scheiterte jedoch, da die Franzosen stattdessen Vitinha für 32 Millionen Euro vom SC Braga verpflichteten.
Auch in der kommenden Saison dürfte sich die Situation von Azmoun nicht verbessern: Mit dem kürzlich verpflichteten Victor Boniface und dem nach einer Adduktorenoperation im Oktober zurückerwarteten Patrick Schick stehen mindestens zwei Angreifer über ihm in der Hierarchie.
Bei seinem Wechsel nach Deutschland zahlte Bayer Leverkusen im Januar 2022 lediglich 2,5 Millionen Euro an Zenit St. Petersburg. Dazu kam laut „kicker“ ein „erhebliches Handgeld an die Spielerseite“. Im vergangenen Winter rief die Werkself daher eine Ablösesumme von zehn Millionen Euro auf. Azmouns Marktwert beträgt laut „Gool.ai“ derzeit 7,8 Millionen Euro.
Wie hoch die Forderung bei möglichen Gesprächen mit den Russen ist, ist noch unklar. Zunächst muss geklärt werden, ob unter den aktuellen Voraussetzungen ein Transfer überhaupt realisierbar ist. Denn durch die Handelssanktionen, mit denen das Land des Kriegstreibers mit Beginn des Krieges belegt wurde, erlauben es eigentlich nicht, dass Gelder von deutschen Firmen – und damit auch Fußballklubs – nach Russland fließen dürfen.
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