Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images
Die deutschen Bundesligisten fürchten aufgrund der Spielabsagen um die finanzielle Stabilität. Bayern-Präsident Herbert Hainer bestätigt die Gefahr für mehrere Klubs. So ruft der ehemalige Adidas-Chef zur Solidarität im Interview mit der „Deutschen Presse-Agentur“ auf.
Bis zum 02. April setzt die Bundesliga offiziell aus. Das hatte die DFL am heutigen Montag mitgeteilt. Vorerst war nur der 26. Spieltag ausgesetzt worden. Bis Anfang April wird dieser definitiv nicht nachgeholt. Ob man allerdings dann wieder spielen kann, ist offen. Denn die Verbreitung des Virus lässt sich nicht einplanen. So könnte auch im April die Fortsetzung der Bundesliga wegfallen.
„Es gibt aktuell weit größere Probleme und Sorgen als die des Fußballs“, meint Herbert Hainer zu dem Bundesliga-Ausfall. Damit unterstützt er die Absage des jüngsten Bundesliga-Spieltags. Das Nachholspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1.FC Köln wurde noch als Geisterspiel ausgetragen. Die Partien des 26. Spieltag sollten ebenfalls ohne Zuschauer ausgetragen werden. Erst kurz vor Beginn des Freitagabend-Spiels setzte man den Spieltag gänzlich ab.
Für Hainer ist es jetzt die Pflicht der Vereine und Profis „ein Vorbild in unserem täglichen Handeln zu sein“. Mit dem Auftreten der FCB-Profis und Verantwortlichen sei er sehr zufrieden. Allgemein muss man jetzt sich selber auch zurücknehmen: „Jeder möge sich für die Gesellschaft einbringen, sich zurücknehmen, wenn möglich anderen helfen und die offiziellen Anweisungen der Behörden ernst nehmen“.
Doch die Corona-Krise birgt auch weitere Gefahren für die Bundesliga. „Es geht um Existenzen einzelner Vereine“, warnt Hainer vor den Auswirkungen der Epidemie. Denn die Spielabsagen haben zufolge, dass die Bundesligisten in ihren finanziellen Plänen vollkommen neu planen müssen. Die eingeplanten Einnahmen aus Zuschauer-Einnahmen und TV-Geldern fallen vorerst weg. Dadurch drohen angeblich mehreren Vereinen absolute Engpässe, um die Ausgaben zu decken.
Daher hoffen auch viele auf Solidarität der Kontrahenten in der Liga. Sonst drohen Zwangsabsteige aufgrund fehlender Mittel. Hainer macht in diesem Fall Hoffnung. Diese Krise sei eine, die man „nur gemeinsam bewältigen“ könne.
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