Borussia Dortmund

Als Mourinho-Nachfolger: Wie Kovac fast bei Tottenham landete

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Heute Abend (21 Uhr) trifft Borussia Dortmund auswärts in der Champions League auf Tottenham Hotspur. BVB-Trainer Niko Kovac hat offenbar einen besonderen Bezug zum kommenden Gegner, ist er vor einigen Jahren selbst fast bei den „Spurs“ gelandet.

Kovac-Fußball: Zündstoff in Dortmund, Potenzial in England?

Niko Kovacs Amtszeit bei Borussia Dortmund war bislang ein zweischneidiges Schwert. In seinen knapp über 50 Spielen an der Seitenlinie führt er die Schwarzgelben zwar zur besten Hinrunde seit sieben Jahren, wird aber nicht zuletzt häufig für die „B-Note“ seines Fußballs kritisiert und erntete sogar Pfiffe. Viele BVB-Fans sind von seinem defensiven Spielstil nicht angetan, wenngleich die Bilanz für ihn spricht. In England kommt Kovacs Fußball offenbar deutlich besser an.

Laut „Sky Sport“ war der Kroate zuletzt bei Manchester United und dem FC Chelsea intern ein Thema, nachdem beide Klubs ihre Trainer entlassen hatten. Doch der 54-Jährige blieb in Dortmund, wo er seinen Vertrag vor einem halben Jahr bis 2027 verlängerte. Vor fast fünf Jahren war Kovac auch bei einem Premier-League-Klub hoch im Kurs und wäre beinahe auf der Insel gelandet. Wie „Sky“ wissen will, stand er ausgerechnet beim heutigen Gegner Tottenham ganz oben auf der Liste.

Tottenham wollte Kovac 2021 aus Monaco loseisen

Nach der Entlassung von José Mourinho im April 2021 sollte Kovac bei den „Spurs“ übernehmen. Der gebürtige Berliner trainierte damals die AS Monaco, wollte das Fürstentum jedoch nicht vorzeitig verlassen und seinen bis 2023 gültigen Vertrag erfüllen. Ein halbes Jahr darauf stellte der Ligue-1-Klub ihn frei. Medienberichten zufolge führten interne Zerwürfnisse zu seiner Entlassung. Tottenham Hotspur entschied sich nach der Kovac-Absage für Nuno Espírito Santo. Der Portugiese unterzeichnete im Sommer 2021 einen Zweijahresvertrag, wurde aber nach nur 17 Spielen (sieben Niederlagen) durch Antonio Conte ersetzt.

Niko Kovac wollte am Vorabend des Königsklassenduells nicht in Nostalgie schwelgen und über ein mögliches Engagement bei den „Spurs“ sprechen. „Ganz ehrlich, jetzt erwischst du mich auf dem falschen Fuß. Wir haben morgen ein Champions-League-Spiel, da kann ich nicht über die Vergangenheit oder die Zukunft reden. Ich bin hier, wo ich bin, und ich bin total glücklich“, sagte er auf der Pressekonferenz kurz nach der Ankunft in London.

Insides zum geplatzten Schritt nach England? Gerade nicht

Er formulierte seinen Anspruch für das siebte Spiel der laufenden Ligaphase klar: „Wir haben ein wichtiges Spiel und wir wollen etwas Gescheites ‚hinzimmern‘. Wenn wir hier drei Punkte entführen, sieht die Welt gut aus.“ Im Sommer könnte dann Zeit für einen Blick in die Vergangenheit sein: „Wir können das gerne am Ende der Saison besprechen, was damals war.“ Die Premier League gilt aber weiterhin als ein großes Ziel des Kroaten, dessen Defensivfußball dort scheinbar deutlich weniger kritisch beäugt wird als an der Strobelallee.

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