Borussia Dortmund

BVB ohne fitten Innenverteidiger: 2024 für Schlotterbeck wohl gelaufen

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Die letzten Sekunden des Champions-League-Spiels von Borussia Dortmund gegen den FC Barcelona (2:3) waren von einem Schockmoment geprägt. In der letzten Aktion der Partie setzte Dortmunds Nico Schlotterbeck einen Kopfball über das Tor der Katalanen und knickte bei der Landung unglücklich mit dem rechten Fuß um – ein folgenschweres Aufkommen: Das Fußballjahr 2024 ist für den Innenverteidiger wohl gelaufen.

Schlotterbeck fällt vorerst aus

Wie grobe Untersuchungen am Donnerstagvormittag ergaben, erlitt Schlotterbeck eine Bandverletzung. Ob er 2024 nochmal zum Einsatz kommen wird, ist fraglich, heißt es in einer Vereinsmitteilung. Die Aktion war äußerst unglücklich: Am Mittwochabend lief bereits die fünfte Minute der Nachspielzeit. Nach einem gewonnenen Luftduell gegen Pau Cubarsí, einem leichten Schubser und dem anschließenden Umknicken, signalisierte der 25-Jährige zunächst, dass seine Blessur schwerwiegender sei. Schlotterbeck hielt sich das Sprunggelenk und blieb minutenlang unter Schmerzen im gegnerischen Strafraum liegen. Nach dem Abpfiff wurde er auf einer Trage vom Feld gebracht.

Sportdirektor Sebastian Kehl gab nach dem Spiel eine kleine Einschätzung ab: „Er war in der Kabine, der Fuß war dick verbunden.“ Seine Hoffnungen, dass Schlotterbeck wohl nur kurz ausfallen würde, erfüllten sich jedoch zunächst. Dennoch bitter für den verletzten Innenverteidiger: Gegen den FC Barcelona machte er ein überragendes Spiel und konnte die schnelle Barça-Offensive im Zaum halten. Zudem sammelte er zuletzt Pluspunkte für einen Stammplatz in der Nationalmannschaft. Der Dämpfer trifft den Linksfuß somit trotzdem hart.


 

Kein IV mehr fit: Şahin muss improvisieren

Trainer Nuri Şahin reagierte am Spielfeldrand besorgt. Nach dem Abpfiff ordnete der 36-Jährige die Verletzung mit Blick auf die umfangreiche Verletztenliste ein. Es wäre „der Super-Gau“, wenn Schlotterbeck ausfallen würde, so Şahin. Der BVB ist in der laufenden Saison arg vom Verletzungspech gebeutelt. Gerade in der Defensive plagten die Westfalen in dieser Spielzeit große Sorgen. Durch die Ausfälle von Niklas Süle (Syndesmosebandriss) und Schlotterbeck sowie der Verletzung von Waldemar Anton (Muskelfaserriss) hat der BVB nun keinen fitten und gestandenen Innenverteidiger mehr im Kader.

Nun traf es auch den letzten gestandenen Innenverteidiger. ? Lars Baron/Getty Images

Auch U23-Spieler Fillipo Mané fehlt verletzungsbedingt. Mit Yannik Lührs (ein Bundesliga-Spiel) und Elias Benkara (im CL-Kader) verbleiben zwei nominelle Vertreter aus der zweiten Mannschaft als Optionen für den Profikader übrig. Die Sechser Emre Can und Felix Nmecha könnten notfalls aus dem Mittelfeld nach hinten einrücken. Schon gegen Barcelona musste Kapitän Can in der Viererkette aushelfen. Klar ist aber: Borussia Dortmund muss sich im kommenden Winter-Transferfenster wohl mit einem neuen Innenverteidiger beschäftigen.

Das ursprüngliche ‚Nein‘ der Dortmunder „Elefantenrunde“ zu Winterneuzugängen könnte ins Wanken geraten. Şahin weiß, dass man in der Innenverteidigung „nicht gerade auf Rosen gebettet“ sei. In der Winterpause werde der Klub „die Situation neu analysieren“, sagte der BVB-Trainer zu möglichen Verstärkungen. Bis dahin wird er für die letzten Bundesliga-Spiele 2024 gegen Hoffenheim und Wolfsburg kreativ werden müssen.

BVB verliert erstmals seit April ein Heimspiel

Der späte Verlust von Nico Schlotterbeck war der Tiefpunkt eines bitteren Mittwochabends. Trotz einer kämpferischen Leistung verlor Borussia Dortmund erstmals in der Saison 2024/25 vor heimischer Kulisse. Das 2:3 gegen den FC Barcelona war die erste Heimniederlage seit einem 0:1 gegen den VfB Stuttgart (Torschütze Serhou Guirassy, damals noch für den VfB) in der Bundesliga im April.

Während Barça in der Champions-League-Tabelle auf Rang zwei vorrückte, fiel der BVB erstmals aus den Top-8-Plätzen. Die direkte Qualifikation für das Achtelfinale ist in Gefahr. Mit nur drei Punkten Rückstand auf die Katalanen ist für die Westfalen aber noch alles möglich.

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