Borussia Dortmund

Letzter Interims-Einsatz: Tullberg will Nachfolger Kovač Start erleichtern

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Am Samstag wird Mike Tullberg im Spiel gegen den 1. FC Heidenheim zum dritten und letzten Mal als Interimstrainer Borussia Dortmund betreuen. Für seinen – vorläufig – letzten Einsatz an der Seitenlinie des Signal Iduna Parks hat er ein klares Ziel: Dem kommenden BVB-Trainer Niko Kovač die Anfangsphase zu erleichtern und anschließend zur U19 zurückzukehren.

Tullberg wird binnen 10 Tagen zum Gewinner

Die Trainersuche des BVB schien nach der Beurlaubung von Nuri Şahin vor gut einer Woche schier endlos zu sein. Dabei gab es einige Kandidaten, die in den Medien kursierten. Erst Erik ten Hag oder Roger Schmidt. Dann brachte Lothar Matthäus bei Sky sogar Ex-Bundestrainer Joachim Löw ins Spiel. Anfang der Woche nahmen die Westfalen wohl auch Kontakt zu Ralf Rangnick auf. Seit Donnerstagmorgen steht offiziell fest: Ab Sonntag übernimmt Niko Kovač die Schwarzgelben. Am Samstag wird aber noch Interimstrainer Mike Tullberg auf der Bank sitzen. Dann endet die kurze Amtszeit des Dortmunder U19-Trainers bei den Profis – nach nur zehn Tagen.

Allerdings konnte der Däne in der kurzen Zeit spürbare Änderungen integrieren und einen positiven Eindruck hinterlassen. Mit den richtigen Impulsen gelang dem BVB am Mittwoch nach vier Niederlagen zum Jahresauftakt der erste Sieg 2025 (3:1 gegen Shakhtar Donezk). Auch bei Tullbergs erstem Einsatz gegen Werder Bremen (2:2) zeichnete sich ein Aufwärtstrend ab, obwohl in Unterzahl eine 2:0-Führung verspielt wurde.

Mission gegen Heidenheim: Kovač helfen

Der Interimscoach ist mit dem Auftreten der viel kritisierten Mannschaft zufrieden. Mit geballter Energie hatte Tullberg bereits vor der Partie gegen Bremen vollen Einsatz von den BVB-Profis eingefordert. Sie sollten 90 Minuten lang „marschieren.“ Mit Erfolg: „Wir laufen mehr, wir sprinten mehr, wir haben auch weniger Chancen zugelassen. Die Jungs sind marschiert“, sagte der 39-Jährige am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem Heidenheim-Spiel. Deshalb will er gegen den Tabellen-16. an seinem bisherigen System festhalten: „Wir nehmen den gleichen Ansatz wie zuletzt. Es geht um uns.“

Und um Niko Kovač. Tullberg will seinem Nachfolger auf der BVB-Trainerbank den Amtsantritt erleichtern. Die Mission: „Es geht darum, morgen alles rauszuholen, um die bestmögliche Situation für Niko zu schaffen.“ Auch nach Kovačs Start in Dortmund steht Tullberg als Zuarbeiter zur Verfügung, obwohl es zwischen den beiden noch keinen direkten Kontakt gab. Er „stehe bereit. Es geht darum, es Niko zu vereinfachen. Wenn ich ihm zuarbeiten kann, dann mache ich das gerne.“ Kovač müsse „sich nur melden.“ Schon zu früheren BVB-Trainern, wie Nuri Şahin, Edin Terzić oder Marco Rose hatte Tullberg stets ein gutes Verhältnis.

Tullberg kehrt zu seinen „Kindern“ zurück

Hat sein kurzer, aber guter Auftritt bei den Profis Lust auf Größeres gemacht? Daran will Tullberg im Moment nicht denken. Den Dänen zieht es vorerst nicht ins Profigeschäft, sondern „mit voller Freude“ zurück zu seinen „Kindern“ bei der U19. Dort laufe „noch der eine oder andere Diamant rum“, den er als Trainer zu den Profis führen möchte. „Den einen oder anderen Traum zu begleiten – das mochte ich immer. Das hat sich nicht geändert, auch wenn ich jetzt neun oder zehn Tage bei den Profis sein durfte“, so Tullberg. „Ich habe nicht vergessen, wo ich herkomme.“

Vor seiner Rückkehr möchte der Interimscoach ein letztes Mal mit den jetzigen Profis erfolgreich sein. Obwohl der kommende Gegner aus Heidenheim seit Anfang Oktober 2024 nur fünf Punkte in der Bundesliga holen konnte, warnte Tullberg vor dem Verein, „der sich von unten nach oben gearbeitet hat. Sie haben ein klares Konzept, sind ein unangenehmer Gegner.“ Dennoch ist er zuversichtlich, dem BVB den ersten Bundesliga-Dreier des Jahres bescheren zu können: „Wir haben den Gegner analysiert und wissen, worauf wir achten müssen. Wir sind bereit.“

Nach der Partie an der Ostalb beginnt für die Schwarzgelben „eine neue Ära“ unter Niko Kovač. Dem zehnten BVB-Trainer seit dem Ende der Ära Klopp im Sommer 2015.

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