Pau Barrena/Getty Images
Nach sieben gemeinsamen Jahren gehen Borussia Dortmund und Julian Brandt im Sommer getrennte Wege. Der auslaufende Vertrag des Offensivspielers wird nicht verlängert. Die Entscheidung fiel nach Gesprächen zwischen Verein und Spieler und ist Teil einer größeren strategischen Neuausrichtung beim BVB.
Sport-Geschäftsführer Lars Ricken bestätigte die Trennung nach dem Bundesligaspiel gegen den 1. FC Köln und betonte den respektvollen Umgang miteinander: „Es hat offene Gespräche gegeben und wir waren uns einig, dass der auslaufende Vertrag nicht verlängert wird.“ Gleichzeitig stellte er klar, dass beide Seiten die Zusammenarbeit trotz des Abschieds positiv bewerten. „Man geht mit ganz viel Wertschätzung auseinander.“
Ein wesentlicher Faktor für die Entscheidung ist laut einem Bericht der „BILD“ das Gehaltsgefüge im Kader. Brandt soll rund acht Millionen Euro jährlich verdienen und gehört damit zu den Topverdienern der Mannschaft. Intern wird jedoch angestrebt, dass nur absolute Leistungsträger diese Gehaltsregion erreichen. Gleichzeitig plant der Klub einen größeren Umbruch. Die Hierarchie innerhalb des Teams soll verändert und neue Führungsspieler aufgebaut werden.
Sportdirektor Sebastian Kehl erklärte dazu: „Ich habe mich mit Jule hingesetzt. Wir haben die Dinge besprochen und werden ab Sommer getrennte Wege gehen.“ Der Verein wolle sich perspektivisch neu aufstellen, nachdem mehrere erfahrene Spieler den Klub bereits verlassen haben oder noch verlassen könnten.
Auch von Spielerseite gab es offenbar Zweifel an einer weiteren Zusammenarbeit. Brandt war zuletzt unzufrieden mit seiner sportlichen Rolle unter Trainer Niko Kovac, da er regelmäßig zwischen Startelf und Ersatzbank pendelte. Zudem wird dem 29-Jährigen schon länger ein Wechsel ins Ausland nachgesagt.
Trainer Kovac bestätigte, dass die Entscheidung gemeinsam getroffen wurde: „Wir haben Gespräche geführt und beide Seiten sind zu dem Entschluss gekommen, dass es nächste Saison etwas anderes geben wird.“
Brandt absolvierte in seiner Zeit beim BVB nahezu 300 Pflichtspiele und gehörte über Jahre zu den prägenden Offensivspielern der Dortmunder. Sein nächster Verein steht bislang noch nicht fest.
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