Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images
Nach der verkorksten letzten Saison haben in der aktuellen Spielzeit einige Spieler von Borussia Dortmund ihre Form wiedergefunden. Insbesondere Marcel Schmelzer macht bisher mit guten Leistungen auf sich aufmerksam. Der geborene Magdeburger gab vor der aktuellen Saison seine Kapitänsbinde an Teamkollege Marco Reus ab, seitdem wirkt der 30-Jährige befreit.
Die letzte Saison lief aus Sicht von Borussia Dortmund alles andere als gut. Nach der Entlassung von Peter Bosz übernahm Peter Stöger das Amt des Trainers bei der Borussia. Da der Österreicher immer wie eine klare Interimslösung wirkte, lag der Druck verstärkt auf den Spielern. Sie standen im Zentrum der Kritik und mussten sich nach jeder schwachen Leistung rechtfertigen. Kapitän Marcel Schmelzer stellte sich nach jedem Spiel der Presse, um sich dieser zu erklären. Der linke Verteidiger wirkte durch diese Aufgabe etwas gehemmt, seine Leistungen auf dem Platz waren daher ungewohnt inkonstant.
In dieser Saison ist das anders. Nachdem der 30-Jährige die Kapitänsbinde an Marco Reus abgegeben hat, tritt Schmelzer deutlich weniger vor die Medien. Er gibt in der laufenden Saison bislang kaum Interviews. Mit einem Blick auf seine starken Leistungen scheint es ihm gut zu tun, von der Kapitänspflicht befreit zu sein, die Mannschaft nach außen zu repräsentieren.
Schon vor der Saison tat Schmelzer alles dafür, topfit in die aktuelle Spielzeit zu starten. Bevor die eigentliche Vorbereitung des BVB losging, brachte er sich in in Form. Der Linksverteidiger nahm an einem Trainingslager seiner Beratungsagentur auf Mykonos teil. Sportdirektor Michael Zorc sagte unlängst über seinen Schützling: „Ich habe den Eindruck, er will es nochmal richtig Wissen.“
Auf dem Platz überzeugt Schmelzer bislang. Der letztjährige Kapitän absolvierte bis dato alle fünf Pflichtspiele der Schwarz-Gelben. Auch die Spielweise unter Trainer Lucien Favre scheint Schmelzer zu liegen. Der Schweizer legt hohen Wert auf defensive Sicherheit und versucht nach Ballgewinn schnell umzuschalten. Hierbei kommt eine der großen Stärken des 30-Jährigen zu tragen, die ihn schon in der Zeit unter Jürgen Klopp ausgemacht hat. Schmelzer sorgt für defensive Stabilität und ist extrem stark im antizipieren und gewinnen von Bällen. Damit hat er sich wiedermal vor seinen Kritikern bewiesen und bei einem weiteren Trainer als Stammspieler etabliert.
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