Frederic Scheidemann/Getty Images
Bei Borussia Dortmund sorgt die Trennung von Sebastian Kehl weiter für Gesprächsstoff. Klub-Boss Hans-Joachim Watzke hat nun einige interessante Details preisgegeben. Dabei ging Watzke vor allem auf den Ablauf der Trennung ein und durchleuchtete den immer wieder publizierten Konflikt zwischen Lars Ricken und Sebastian Kehl.
Hans-Joachim Watzke machte deutlich, dass er beim Aus von Kehl nur eine untergeordnete Rolle gespielt habe. Die Initiative sei von Lars Ricken und Geschäftsführer Carsten Cramer ausgegangen.
Als die beiden ihn über ihre Überlegungen informierten, habe er die Argumentation als nachvollziehbar bewertet. Letztendlich habe sich Watzke jedoch nicht aktiv in die Entscheidung eingemischt. Er erklärte, dass er die finale Trennung Ricken und Cramer überlassen habe. Watzke war es bei seinen Ausführungen wichtig, dass er nicht der Befürworter für die Trennung von Sebastian Kehl gewesen war. Dies sei laut seinen Aussagen vielmehr aufgrund des Drängens von Ricken und Cramer der Fall gewesen.
Mit dem Aus von Kehl und der stärkeren Rolle von Ricken steht der BVB vor einer neuen Struktur. Entscheidungen werden intern getroffen und anschließend vom Vorstand mitgetragen. Watzke selbst erklärte nochmals, dass er diese Entscheidung nicht selbst getroffen habe, sondern sich im ganzen Prozess rund um die Trennung von Sebastian Kehl weitestgehend zurückgehalten habe.
Den sportlich Verantwortlichen soll es laut Watzke somit in erster Linie um eine Neuausrichtung auf der Führungsebene gegangen sein. Ricken und Cramer trieben die Neuausrichtung voran und hatten dabei offenbar freie Hand. Letztlich entschieden sich beide für die Trennung von Sebastian Kehl und auch Hans-Joachim Watzke legte letztlich kein Veto gegen diese Entscheidung ein.
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