Bundesliga

Kein Bayern-Coach: Rangnick bleibt… bester Österreich-Trainer

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Die Trainersuche beim FC Bayern München erfuhr am Donnerstag eine sensationelle Wendung. Ralf Rangnick (65), deutscher Nationaltrainer Österreichs, sagte dem Rekordmeister ab – und ließ die Bayern-Verantwortlichen und ganz Medien-München ratlos zurück. Das Portal Fussballdaten.de liefert Stimmen und Zahlen zum „Rangnick-Krimi“ (BILD).

„Das ist vielleicht die Absage, die Bayern am meisten wehtut“, glaubte Lothar Herbert Matthäus (63) am Freitag in BILD, „ich habe Verständnis für Rangnick. Er hat einen Super-Job als österreichischer Nationaltrainer, hat dort Erfolg und bekennt sich zu der Verantwortung für seine Mannschaft. Für mich ist seine Entscheidung ein Zeichen von menschlicher Größe.“

Das finden wir auch.

Rangnick als Trainer zu Bayern? Pokalfinale wird zur Fußnote

Doch wie lief die Absage von Rangnick eigentlich ab?

Rund um das ÖFB-Pokalfinale in Klagenfurt am 1. Mai 2024 mit Sturm Graz gegen Rapid Wien (2:1) mit Rangnick als Tribünengast wurde die Wiener Gerüchteküche richtig aufgeheizt. Das Spiel interessierte kaum jemanden! „Er ist weg“, hieß es am späten Mittwochabend. Tja, aber wohin? Schriftlich hatten wir das auch nicht…

Dann aber am Donnerstagvormittag die Meldung, die die Bayern-Trainersuche endgültig zur Farce machte: Rangnick wird nicht Bayern-Coach.

Damit war der entthronte Elffach-Meister, dem zuvor schon Xabi Alonso (Leverkusen), Julian Nagelsmann (DFB-Nationalmannschaft) und „Good ebening“-Unai Emery (Aston Villa) eine Absage gegeben hatten, blamiert.

Nach BILD-Informationen sollen die Bayern-Bosse von der Wende im Rangnick-Krimi total überrascht worden sein.

„Ein klareres Ja zum Nationalteam gibt es nicht“, kommentierte der geschätzte Kollege Peter Moizi am Freitag in der Wiener Kronen-Zeitung, „Rangnick hat Charakter gezeigt.“

1,95 Punkte

Rangnicks Vertrag beim ÖFB gilt bis nach der Weltmeisterschaft 2026.

Gelingt ihm die Qualifikation, wäre er der erste Coach, der die ÖFB-Elf nach Herbert Prohaska 1998 und nach fast 30 Jahren (!) wieder zu einer WM-Endrunde führt.

Der Schwabe hatte Österreichs Nationalteam zum 1. Juni 2022 übernommen.

Von allen ÖFB-Teamchefs, die mindestens 20-mal auf dem heißen Stuhl in Wien Platz nahmen, holte der 65-Jährige die meisten Punkte.

Im Einzelnen:

  • 1,95 Zähler pro Spiel,
  • 12 Siege aus 20 Länderspielen, darunter das 2:0 gegen Deutschland im November 2023 in Wien und
  • das 3:0 in Kroatien in Osijek zum Amtsantritt im Juni 2022 in der UEFA Nations League, sowie
  • die vorzeitige Qualifikation zur EURO 2024 in Deutschland („Alles machbar beim Nachbar“).

„Rangnick hat dem Team ein Top-System eingeimpft und ist ein Motivator“, sagte Herbert Heil aus Kärnten in einer Krone-Umfrage (Ausgabe vom 24. April 2024). „Unter Rangnick hat sich unser Nationalteam weiterentwickelt und wieder Euphorie ausgelöst“, so David Stagl (Burgenland) in der gleichen Erhebung.

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