Bundesliga-Tabellenführer an Weihnachten: Nach 3:2 im direkten Duell am 10. November 2018 führte Borussia Dortmund (mit Dan-Axel Zagadou, Axel Witsel und Marwin Hitz) mit sechs Punkten Vorsprung vor dem FC Bayern München und Sandro Wagner (r.). Foto: PATRIK STOLLARZ/AFP via Getty Images.
Die neueste Grafik des Portals Fussballdaten.de zeigt unter dem bayerischen Motto „Is denn scho‘ Weihnachten?“, einem abgewandelten Werbe-Slogan von und mit Franz Anton Beckenbauer („Ja, is denn heut scho‘ Weihnachten?“) aus den 90er-Jahren übrigens, den Abstand zwischen Platz 1 und 2 in der Bundesliga-Tabelle zu Weihnachten.
Und zwar in den letzten 10 Jahren. Dass die Bundesliga-Tannenbaumspitze zu Weihnachten vom FC Bayern München geziert wird, das war in der letzten Dekade nicht immer so.
2018 schien Borussia Dortmund die Vorherrschaft der Münchner durchbrechen zu können und führte mit 6 Punkten die Tabelle zur Weihnachtspause an. Am Borsigplatz rüstete man schon zur 6. Bundesliga-Meisterfeier im Schwarz-Gelb. Zu früh! Nach dem Jahreswechsel überholten die Bayern mit Niko Kovac den BVB und Monsieur Le Favre innerhalb von 7 Spielen ziemlich nonchalant. Sie standen am 8. März 2019 wieder oben.
Die ersten zwei Plätze zu Weihnachten ohne den FC Bayern – so sah die Tabelle gar 2019/2020 aus. RB Leipzig, erster Bundesliga-„Herbstmeister“ aus Ostdeutschland lag mit 2 Zählern vor Borussia Mönchengladbach. Zum großen Wurf reicht es nicht: Am 20. Spieltag und wenige Wochen vor der Corona-Pause verbauten sich RBL und Gladbach im direkten Duell in Leipzig (2:2) gegenseitig den Weg zur Spitze. Bayern München wurde der lachende Dritte und gab auch in den „Geisterspielen“ während der Pandemie die Führung nicht mehr ab.
2 Zähler zwischen Platz eins und zwei im Jahr 2019 war der geringste Abstand zwischen Spitzenreiter und Verfolger seit 2013. In diesem Winter liegt der SC Freiburg mit 4 Punkten hinter dem Zehnfach-Meister Bayern München, der die Liga seit 2013 aber nie klarer regierte als im zweiten Spieljahr unter Pep Guardiola (51). Zu Weihnachten 2014 grüßten die Münchner und der Pep mit 11 Punkten Vorsprung vor dem späteren Pokalsieger VfL Wolfsburg. In der Saison 2017/2918, als Altmeister „Don Jupp“ Heynckes Bayern-Coach Carlo Ancelotti ablöste, waren es ebenfalls 11 Zähler vor dem FC Schalke 04, der am Ende als Vizemeister 21 Punkte hinter den Münchnern lag.
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