Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt steht nach essenziellen Abgängen vor Umbruchsjahr

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Nachdem Eintracht Frankfurt in der letzten Saison mit dem DFB-Pokalsieg erstmals seit rund 30 Jahren einen Titel gewinnen konnte, steht nun ein großer Umbruch an. Die Abgänge von Niko Kovac und wichtigen Leistungsträger wie Kevin-Prince Boateng, Lukas Hradecky, Marius Wolf und Omar Mascarell bedeuten für den Klub eine herbe Schwächung. Wie plant der neue Trainer, Adi Hütter, und was sagt Sebastian Haller dazu?

Kaderplanung noch nicht abgeschlossen

Die Eintracht hat bisher Lucas Torró, Gonçalo Paciência, Frederik Rönnow, Nicolai Müller,  Evan N’Dicka und Felix Wiedwald verpflichtet. Lucas Torró soll den Abgang von Omar Mascarell kompensieren. Ob das dem Mittelfeldspieler sofort gelingt, ist allerdings zu bezweifeln. Bisher spielte er zumeist lediglich in der zweiten spanischen Liga. Nicolai Müller soll Marius Wolf ersetzen. Müller ist jedoch schon wesentlich älter als Wolf und zudem nach seinem langen Ausfall beim Hamburger SV ohne Spielpraxis. Ob er eine Soforthilfe sein kann, ist ebenfalls fraglich. Gonçalo Paciência soll wohl Kevin-Prince Boateng ersetzen, stellt aber einen anderen Spielertyp dar. Er könnte sich gut entwickeln, ein Eins-zu-eins-Ersatz ist Paciência aber nicht.

Frederik Rönnow und Felix Wiedwald liefern sich einen Konkurrenzkampf um den Platz im Tor. Rönnow ist neu in der Bundesliga und muss sich zunächst einleben. Gelingt ihm das aber, könnte er ähnlich wie Hradecky zu einem sehr guten Rückhalt werden. Wiedwald hingegen kennt die Bundesliga zwar, gilt aber eher als Außenseiter im Torhüter-Zweikampf.

Insgesamt fällt auf, dass die Eintracht vor allem auf eher unbekannte, ausländische Talente setzt. Dieser Weg kann funktionieren, könnte allerdings auch schiefgehen. Denn diese Spieler benötigen mehr Eingewöhnungszeit. Dazu passt auch, dass die Eintracht derzeit nur elf deutsche Lizenzspieler im Kader hat. Die DFL fordert allerdings zwölf. Ein großes Problem ist dies allerdings nicht, da im Notfall einfach ein Jugendspieler mit einem Profivertrag ausgestattet werden kann. Zudem könnte mit Ante Rebic mindestens ein weiterer Leistungsträger den Verein verlassen. Für diesen würde allerdings wohl auch eine Ablösesumme in Höhe von 40 bis 50 Millionen Euro fällig werden. Dann stünde zumindest genügend Geld für Neuverstärkungen zur Verfügung. Eventuell kommt auch noch Probespieler Allan. Wahrscheinlich ist eine Leihe vom FC Liverpool, eventuell mit Kaufoption.

Konkurrenz trotz Abgängen groß

Die Konkurrenz im Kader der Eintracht ist trotz der Abgänge groß. So kämpfen im Angriff mit Rebic, Haller, Jovic, Hrgota und Paciência fünf Stürmer um zwei Plätze. Haller äußerte sich auf der vereinseigenen Website folgendermaßen zu der Konkurrenz-Situation: „Konkurrenzkampf ist gut für das Team. Wenn ein Spieler Konkurrenz hat, will er sich jeden Tag beweisen. Für mich ist das kein Problem.“ Fraglich ist aber, ob auf einigen Positionen nicht auch eher Masse statt Klasse vorherrscht.

Eintracht könnte Probleme bekommen

In die neue Saison gehen die Frankfurter mit der Dreifachbelastung. Aktuell muss sich die Mannschaft noch an den neuen Trainer gewöhnen. Dieser setzt laut Haller auf „nach vorne verteidigen“ sowie „Druck und Umschaltbewegungen“. Das Spielsystem muss zum Saisonbeginn sitzen, da während der englischen Wochen wenig Zeit für Training vorhanden sein wird. Gelingt dies, kann die Eintracht erneut eine erfolgreiche Saison spielen. Wenn nicht, könnte es eine sehr schwere Spielzeit werden. Gerade angesichts dessen, dass es nach den bisherigen Abgängen auf einigen Position an routinierten Spielern mangelt.

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