Foto: THOMAS KIENZLE/AFP/Getty Images
Seine Anfangszeit bei Eintracht Frankfurt lief überhaupt nicht nach Plan. Bereits nach zwei Spielen sahen viele Wettanbieter Adi Hütter als Favoriten auf die erste Trainer-Entlassung in der Bundesliga. Doch der Österreicher ließ sich nicht verunsichern und führte die Eintracht wieder zu altem Glanz. Nach dem 7:1-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf sprach der 48-Jährige über die frühe Kritik an seiner Person, den aktuellen Aufschwung und ein Erfolgsgeheimnis.
Erst eine 0:5 Niederlage gegen den FC Bayern im Ligapokal. Dann als amtierender DFB-Pokalsieger in der ersten Runde gegen den SSV Ulm ausgeschieden. Die Euphorie rund um den Kovac-Nachfolger Adi Hütter war bei den Frankfurter Fans schnell verflogen. „Natürlich war am Anfang vieles nicht einfach: die Amerika-Reise, Spieler, die eventuell wechseln. Nationalspieler, die erst zurückkamen. Da funktionierte vieles noch nicht“, erklärte der Frankfurter gegenüber der „SportBild“.
Dass es früh Gegenwind gab, war für den Österreicher nicht überraschend. „Wenn man 0:5 zu Hause verliert, nicht diszipliniert genug ist und 70 Minuten wie ein Hühnerhaufen umherrennt; dann in Ulm ausscheidet – was soll man erwarten? Dass dann Kritik aufkommt, ist berechtigt.“ Allerdings habe er immer das Gefühl gehabt, vom Verein gestärkt zu werden und die nötige Zeit zu bekommen.
Diese Zeit hat sich ausgezahlt. Die letzten vier Pflichtspiele konnte die Eintracht allesamt gewinnen. Dabei gelangen insgesamt beeindruckende 16 Treffer. Als Schlüsselspiel für den Erfolg sieht Adi Hütter das Bundesliga-Spiel gegen Hannover 96. 4:1 gewann die zuvor kriselnden Frankfurter in der Commerzbank-Arena. „Da standen wir gehörig unter Druck, mit einer Niederlage wären wir 17. gewesen. Aber die Mannschaft hat es souverän gemeistert, das hat mich beeindruckt“, so Hütter. Die Siege danach seien auch ein Resultat aus dem Erfolg gegen Hannover gewesen.
Was Adi Hütter besonders auszeichnet, ist die Kommunikation mit seinen Spielern. Wenn es mal nicht so läuft, müsse man sofort gegensteuern. „Ich versuche, klar zu analysieren, und führe viele Einzelgespräche. Ich will von den Spielern wissen, was sie beschäftigt, auch private Dinge. Und dann ist positive Kommunikation ganz wichtig, um den Gegenwind, der von außen kommt, in Rückenwind umzuwandeln“, beschrieb der Eintracht-Coach.
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