FC Augsburg

Herrlich will Entwicklung sehen: „Sollte man nicht sagen, wir können das nicht“

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Der FC Augsburg wird sich bis zum Ende mit dem Tabellenkeller beschäftigen müssen. Aber die Chancen auf einen weiteren Liga-Verbleib stehen gut. Nach diesem Etappenziel will Trainer Heiko Herrlich die Mannschaft langfristig entwickeln. Doch Herrlich selbst war zuletzt auch nicht ganz unumstritten.

Kann der FCA noch mehr?

Fast jedes Jahr geht der FCA als Abstiegskandidat in die Bundesliga-Saison. Ausflüchte nach oben gehören zur Seltenheit. Heiko Herrlich soll mit seiner Trainer-Qualität die aktuelle Mannschaft weiterentwickeln und vor allem das eigene Spiel mit dem Ball fördern. Doch eine Ballbesitz-Mannschaft sind die Fuggerstädter nicht geworden.

Tatsächlich hat nur der FSV Mainz 05 weniger durchschnittlichen Ballbesitz in der dieser Saison gehabt. Die dadurch resultierende Kritik kann Herrlich nachvollziehen, wie er im Interview mit dem „kicker“ erklärt: „Man muss das auf mehreren Ebenen betrachten. Gerade zuletzt gegen Hertha hatten wir wenig Ballbesitz, weil wir eine fürchterliche Passquote und viele unnötige Ballverluste hatten. Es ist wichtig, die einfachen Dinge gutzumachen. Ich bin ebenso nicht zufrieden, das werden wir verbessern.“

Freiburg als Vorbild statt Dortmund und Barcelona

In der aktuellen sportlichen Situation, mit sieben Zählern Vorsprung auf Platz 16, geht es nun aber vorrangig darum, so früh wie möglich den Klassenerhalt einzutüten. Danach will Herrlich seine Prinzipien erfüllen: „Das übergeordnete und erste Ziel des Vereins ist ganz klar, die Klasse zu halten. Natürlich wollen wir uns dahin entwickeln, mehr zu agieren und gegen eine geordnete Abwehr ins letzte Drittel zu kommen.“

Orientieren will man sich bei seinem Projekt nicht an den Unerreichbaren in der Branche. Viel mehr gelten naheliegende Beispiele als Vorbild: „Wir werden sicherlich nicht wie Dortmund oder Barcelona spielen. Aber man sieht zum Beispiel, wie Freiburg das sehr gut löst, wie sie ihren Stil haben und in vielen Partien versuchten, das Spiel von hinten nach vorne zu tragen. Deshalb sollte man nicht sagen, wir können das nicht.“

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