FC Bayern München

Sané über Bayern-Abschied: „Im Guten auseinandergegangen“

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Es war die Überraschung im Sommer. Leroy Sané hat den FC Bayern München ablösefrei verlassen und wurde vom türkischen Meister Galatasaray Istanbul unter Vertrag genommen. Nun hat sich der 29-Jährige zu seinem geräuschvollen Abschied von der Säbener Straße geäußert.

Sané: Gefühl, etwas Neues machen zu wollen, überwog

Eigentlich sollte Sané bei den Bayern um drei weitere Jahre verlängern. Der Vertrag soll unterschriftsreif vorgelegen haben, ehe er den Berater wechselte und so neue Optionen erwägte: „Wir waren schon sehr weit, das stimmt“, erinnerte sich Sané im Interview mit dem Kicker. Für ihn entwickelte sich aber ein Gefühl, „etwas Neues [zu] machen und etwas Neues erleben“ zu wollen: „Deswegen bin ich diesen Weg gegangen.“ Er glaubt, dass die Bayern-Bosse dies verstanden haben: „Wir sind mit Bayern im Guten auseinandergegangen“, so der Offensivspieler.

Zum ursprünglichen Plan bei den Bayern zu verlängern, sagte er: „Wir ja schon sehr weit in den Gesprächen.“ Doch Sané wartete und ließ sich von seinem Gefühl leiten: „Bei mir überwog das Gefühl, etwas Neues machen zu wollen.“ So landete der Linksfuß schlussendlich bei Galatasaray, wo er einen Vertrag bis 2028 unterschrieb.

Bereuen tut Sané den Wechsel nicht, im Hinblick auf die derzeitige Hochphase der Bayern: „Ich habe die Entscheidung getroffen“, sagt er klipp und klar. „Ich bin glücklich, wenn ich Bayern sehe, weil ich noch im sehr guten Austausch mit dem Team, mit dem Staff bin“, sagt Sané, der sich für alle freut: „Ich freue mich riesig für alle, für Vinnie (Vincent Kompany, Anm. d. Red.), für Max (Eberl), für Christoph (Freund), für die Mannschaft. Ich hoffe, dass sie bis zum Ende der Saison Gas geben.“

Kein Rückschritt, aber Herausforderung?

„Jeder kann seine Meinung haben, da habe ich nichts gegen“, meint Sané in Bezug auf die von außen betrachtete Perspektive, dass der Wechsel von Bayern zu Gala ein Rückschritt sei. Für ihn zählt: „Was möchte ich? Was ist die Herausforderung?“ Aus seiner Sicht ist „Gala ein großer Verein mit großen Plänen“, der weltweit bekannt ist. Dies reizte ihn, den Weg des Süper-Lig-Giganten „mitzuerleben“ und „mitzugehen.“

Es ist kein Rückschritt, aber eine Herausforderung: „Ich suche immer nach Herausforderungen. Das soll nicht heißen, dass Bayern keine Herausforderung war! (lacht) Ich hatte dort meine Zeit, meine Karriere geht nur für eine bestimmte Zeit. Und in der Zeit versuche ich, bestimmte Herausforderungen anzunehmen.“

Sané erklärt auf die Frage, wie die Reaktionen waren auf seine Wechselentscheidung, dass „man, glaube ich, Verständnis“ habe, da man sich unter den Spielern kennt. „Natürlich haben auch ein paar Jungs gefragt: ‚Warum gehst du? Bleib doch noch ein bisschen!‘ Also auch ein bisschen Spaß drüber gemacht.“ Er fügt hinzu, dass bei Freundschaften solche Entscheidungen schwieriger seien, doch man habe auch ein Leben außerhalb des Fußballs, weshalb man noch Zeit hat füreinander.

Könnte Schalke in Zukunft interessant werden?

Was wird die Zukunft von Sané mit sich bringen? Im Januar wird der Spieler 30 Jahre alt, besitzt aber noch einige Jahre einen Vertrag bei Gala. Sané denkt schon darüber nach: „Wenn ich die drei Jahre hierbleibe, könnte ich ja auch danach nochmal irgendwo Fußball spielen, oder weiterhin in Istanbul. Das ist alles offen.“ Er sei keiner, der „große Pläne schmiedet“.

Sané lief in der Jugend und in der Profimannschaft für den FC Schalke 04 auf. Dazu sagt er: „Vielleicht nochmal für Schalke auflaufen, wer weiß. Das wäre spannend.“ Und: „Ich glaube, das wäre eine tolle Story, aber ich habe ja noch ein bisschen Zeit.“ Der gebürtige Essener schwelgt in Erinnerung an die Zeit, als mit Leon Goretzka im Bayern-Dress gegen Schalke spielte: „Das war immer ein tolles Gefühl, in dem Stadion vor den Fans Fußball spielen zu dürfen.“

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