FC Bayern München

Wird Thomas Müller beim FCB und beim DFB nicht mehr gebraucht?

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Thomas Müller galt lange Zeit als ein Phänomen. Er spielte als Flügelspieler, als offensiver Mittelfeldspieler, als Stürmer. Aber egal wo: Er macht immer unerwartete Laufwege. Er stand sehr häufig richtig. Dadurch war er sehr oft an Toren beteiligt. Doch bereits in den letzten zwei, drei Jahre bekam man das Gefühl, dass der 29-Jährige nicht mehr ganz der Alte ist. Dieser Eindruck hat sich in dieser Saison erneut verstärkt.

Quoten gut, aber schwächer als früher

Rein von den Quoten her ist Thomas Müller immer noch auf einem sehr guten Niveau. In der Saison 2016/2017 erzielte er in 42 Partien neun Tore und bereitete 17 vor. In der Spielzeit 2017/2018 kam er in 45 Pflichtspielen auf 15 Tore und 18 Torvorlagen. Dennoch sind seine Quoten nicht so gut wie früher. Man hatte bereits mehrfach das Gefühl, dass Müller nicht mehr auf dem selben Niveau wie früher ist. Das zeigte sich auch bei der Nationalmannschaft. Weder bei der EM 2016, noch bei der WM 2018 gelang ihm ein Tor. Er war schlichtweg kein entscheidender Faktor mehr.

Hinzu kommt die Positionsfrage. Müller ist vielseitig einsetzbar. Aber vielleicht ist gerade das sein Problem. Bei der Nationalmannschaft spielte er stets als rechter Mittelfeldspieler. Bei Bayern agierte er in der Regel nur auf dieser Position, wenn Arjen Robben ausfiel. Die meisten Trainer sahen ihn am besten im offensiven Mittelfeld aufgehoben. Auch als Stürmer, linker Mittelfeldspieler und Achter spielte er bereits des Öfteren. Ein Stück weit wirkt es so, als wird er einfach nur hin- und hergeschoben.

Müller in wichtigen Spielen außen vor

Zuletzt saß Müller in drei sehr wichtigen Partien nur auf der Bank. Zunächst bei der Nationalmannschaft beim Spiel in Frankreich (1:2), bei dem Trainer Jogi Löw aufgrund der 3:0-Niederlage gegen die Niederlande unter Druck stand. Dann bei den Spielen der Bayern in Wolfsburg (3:1) und bei AEK Aethen (2:0). Auch Niko Kovac befand sich mit seiner Mannschaft vor diesen Partien in einer kritischen Situation. Und auch er verzichtete auf Thomas Müller. Ohne Müller lief es sowohl für die deutsche Nationalmannschaft (trotz der unglücklichen Niederlage in Frankreich), als auch für die Bayern besser. Ein Trend? Es bleibt abzuwarten.

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