Foto: Cathrin Mueller/Bongarts/Getty Images
Trotz des 1:0-Erfolgs im ersten Spiel nach Wiederaufnahme der 2. Bundesliga gehörte Dimitrios Diamantakos beim FC St. Pauli zu den unglücklichen Figuren des 26. Spieltags. Bereits in der 38. Minute nahm ihn Trainer Jos Luhukay wegen einer taktischen Umstellung vom Feld. Seinen Frust ließ der Grieche im Anschluss an einem Hütchenstapel und der Auswechselbank aus. Da der Vertrag des Stürmers zum Saisonende ausläuft, möchte er sich mit guten Leistungen für möglicherweise höhere Aufgaben empfehlen. Allerdings könnte die Entscheidung um Diamantakos‘ Zukunft längst gefallen sein.
Die kroatische Sportzeitung „Sportske novosti“ bringt St. Paulis Mittelstürmer nämlich mit dem kroatischen Spitzenteam Hajduk Split in Verbindung. Offenbar sind sich beide Parteien bereits über ein Engagement ab Juli einig. Dem hätten die Kiezkicker auch nicht viel entgegenzusetzen. Denn momentan liegen bei St. Pauli, ähnlich wie bei vielen anderen Erst- und Zweitligisten, die Verhandlungen über Transfers und Vertragsverlängerungen wegen der Corona-Kris auf Eis. Dementsprechend kamen die Kroaten den Hamburgern wohl einen Schritt zuvor.
Obwohl die Zeit von Diamantakos bei St. Pauli immer wieder von kleineren Verletzungen geprägt war, hat er vor allem in der vergangenen sowie in der aktuellen Saison wichtige Akzente im Sturmzentrum setzen können. 15 Zweitligatore gelangen ihm in saisonübergreifenden 33 Spielen. Besonders sticht dabei seine Effektivität hervor. Im Schnitt braucht der fünffache griechische Nationalspieler nur 122 Minuten für eine Torbeteiligung.
Diese Qualitäten wird er in der kommenden Saison also wahrscheinlich in der ersten kroatischen Liga einbringen. Split gehört zu den Topteams der Liga und war in dieser Spielzeit zeitweise sogar Tabellenführer. Inzwischen ist die Mannschaft aus der zweitgrößten kroatischen Stadt auf den vierten Tabellenplatz abgerutscht. Aber auch der würde immerhin noch zur Europa League-Qualifikation berechtigen.
Zudem beträgt der Rückstand auf Platz Zwei lediglich zwei Punkte. Dann würde Split sogar um die Qualifikation zur Champions League-Gruppenphase spielen. Am 6. Juni wird der Spielbetrieb in der „Hrvatski Telekom Prva Liga“ fortgesetzt. Also darf sich Diamantakos in der kommenden Saison vielleicht auch auf internationaler Bühne präsentieren.
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