Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images
HSV-Finanzvorstand Frank Wettstein verkündete am Dienstag die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres. Wie in den vergangenen Jahren gab es auch dieses mal keinen Grund zur Freude für den Hamburger SV.
Insgesamt schließen die Hanseaten die Spielzeit 2016/17 mit einem Minus in Höhe von 14,3 Millionen Euro ab. Damit haben auch die Verbindlichkeiten der HSV Fußball AG mit 105,5 Millionen Euro einen neuen Höchststand erreicht. „Das Jahresergebnis isoliert betrachtet ist auf keinen Fall zufriedenstellend“, stellt auch Wettstein fest. Für ihn bleibe der Verein weiterhin eine “Sanierungsaufgabe”. In den kommenden Jahren sollen zuätzlich noch Teile der Zahlungen von Investor Klaus-Michael Kühne, sowie die Fananleihe in Höhe von 17 Millionen Euro zurückgezahlt werden.
Die Gründe für die finanzielle Talfahrt sind vielfältig. Auf der einen Seite wären da die enormen Kaderkosten (dieses Jahr 58 Millionen Euro), welche dem sportlichen Erfolg nicht mal annähernd entsprechen. Auf der anderen Seite mussten die Hamburger auch im vergangenen Jahr zusätzliche Kosten für Personalentscheidungen aufbringen. Gerade die Entlassung Bruno Labbadias und die Abfindungszahlungen an Ex-Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer schlagen sich in den Bilanzen nieder.
Trotzdem planen die Hanseaten das laufende Geschäftsjahr 2017/18 mit einer ausgeglichenen Bilanz abzuschliesen. Ob dieser Plan aufgeht hängt wohl erneut vom sportlichen Abschneiden des wankenden Bundesligadinos ab.
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