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Mit dem SV Wehen Wiesbaden muss Manuel Schäffler den bitteren Gang in die dritte Liga antreten. Die Hessen beendeten die abgelaufene Zweitliga-Spielzeitmit 34 Punkten auf dem vorletzten Rang und haben bereits zahlreiche Abgänge zu verzeichnen. Darunter sind Leistungsträger wie Maximilian Dittgen, Patrick Lindner oder Daniel-Kofi Kyereh. Nun könnte mit Schäffler auch der Top-Torjäger den Verein verlassen.
Wie der „kicker“ berichtet, hat der Hamburger SV ein Auge auf Schäffler geworfen. Dass für Wehen Wiesbaden nach einem katastrophalen Saisonstart zumindest der Relegationsplatz bis zum letzten Spieltag rechnerisch möglich war, hatte man schließlich auch und vor allem den Toren des Routiniers zu verdanken. Seine 19 Treffer wurden nur vom Bielefelder Aufstiegsgaranten Fabian Klos übertroffen.
Somit verwundert es nicht, dass die Wiesbadener um den großgewachsenen Angreifer herum eine hungrige Mannschaft aufbauen möchten, die sich in der nächsten Saison der Mission direkter Wiederaufstieg stellen soll. Da Schäfflers bis 2021 laufender Vertrag auch für die dritthöchste Spielklasse Gültigkeit besitzt, wäre bei einem Wechsel eine Ablöse fällig.
Trotz des Abstiegs war das letzte Jahr für Schäffler persönlich das bisher erfolgreichste seiner Karriere. Einen Torriecher konnte der aus der Jugend des TSV 1860 stammende Stürmer bei den vorherigen Stationen schließlich nicht immer nachweisen. Weder in Duisburg, noch in Ingolstadt oder Kiel kam er auf eine annähernd vergleichbare Trefferquote wie in Wiesbaden. Für den SVWW hat er seit 2016 in 137 Spielen beeindruckende 71 Tore erzielt.
Nun muss man fairerweise erwähnen, dass das Spiel in der hessischen Landeshauptstadt mehr oder weniger komplett auf ihn zugeschnitten und der gebürtige Fürstenfeldbrucker hier mittlerweile zu einem gestandenen Profi gereift ist. Für den 31-Jährigen könnte ein Transfer zu den Hanseaten dennoch eine verlockende Möglichkeit sein, auch im nächsten Jahr in der zweiten Liga aufzulaufen.
„Einerseits strebe ich immer nach dem Maximalen. Andererseits gehe ich mit mir selbst sehr hart ins Gericht und muss diese Saison erstmal aufarbeiten und sehen, wo ich mich noch verbessern kann“, äußerte er sich zuletzt im „kicker“-Interview. Sein Trainer Rüdiger Rehm hatte sich da schon vor dem feststehenden Abstieg deutlicher positioniert und verkündet: „Ich bin bereit, die Suppe auszulöffeln“. Ob er die Chance dazu bekommt, ist unklar. Dass Schäffler in der Form der zurückliegenden Monate dem HSV weiterhelfen könnte, steht derweil außer Frage.
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