Foto: Simon Hofmann/Bongarts/Getty Images
Das System RB Leipzig basiert wie kaum ein weiteres innerhalb der Bundesliga auf dem Import von hochtalentierten Spielern aus dem In- und Ausland. Dank dem enormen finanziellen Spielraum liegt der Fokus meist auf Ausnahmetalenten der jüngeren Jahrgänge. Nach diesem Schema verpflichteten die Sachsen zuletzt unter anderem Dayot Upamecano und Ibrahima Konaté. Ein Erfolgsrezept, das auch im Winter fortgesetzt werden soll.
Der Blick soll diesmal nach Portugal gerichtet werden. Das Leipziger Objekt der Begierde: Francisco António Machado Mota Castro Trincão – oder einfach nur Trincão. In seiner Heimat zählt der erst 17-jährige Linksaußen landesweit zu den vielversprechendsten Talenten. Seit 2011 durchlief das Toptalent beim SC Braga sämtliche Jugendmannschaften. Mittlerweile läuft Trincão für die zweite Mannschaft des portugiesischen Erstligisten auf und sorgt in der Ledman Liga Pro (Portugals zweithöchster Spielklasse) für Aufsehen. Wie das Sportmagazin „O Jogo“ berichtet, sind die Errungenschaften des Flügelspielers mittlerweile bis nach Ostdeutschland durchgedrungen. Denn die Roten Bullen sollen Trincão schon seit geraumer Zeit beobachten. Nicht unwahrscheinlich, dass der 1,84m große Youngster schon bald seinen Jugendklub verlässt um den nächsten Schritt in seiner Karriere zu machen.
Ein Unterfangen, welches für den aufnehmenden Verein mit Sicherheit kein Einfaches werden dürfte. Denn im Juni 2016 unterschrieb Trincão in Braga einen langfristigen Vertrag bis 2021. Teil des Kontrakts: Eine Ausstiegsklausel in Höhe von 30 Millionen Euro. Im beschaulichen Braga floss zuvor noch nie eine so hohe Transfersumme – und erst recht nicht für einen 17-Jährigen ohne Profierfahrung. Abgeschreckt hat diese Summe etwaige Interessenten aber nicht. Neben den Leipzigern soll vorallem Atlético Madrid den U-19 Nationalspieler im Visier haben. Auch die großen portugiesischen Klubs – Porto, Sporting und Benfica – verfolgen seine Entwicklung genau. Ob es tatsächlich schon jetzt zu einem Transfer kommt, bleibt allerdings fraglich. Selbst für finanzstarke Klubs wie Leipzig, wäre eine Investition von 30 Millionen für ein Talent ein stemmbares aber riskantes Geschäft.
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