Sebastian Widmann/Getty Images
Yan Diomande gehört zu den Shootingstars dieser Bundesliga‑Saison, weshalb das internationale Interesse entsprechend groß ist. Doch RB Leipzig arbeitet hinter den Kulissen daran, den 19‑Jährigen langfristig zu halten.
Die Ausgangslage spricht zunächst klar für Leipzig: Diomande ist bis 2030 gebunden, eine Ausstiegsklausel existiert nicht. Damit kontrolliert Leipzig jeden möglichen Transfer. Unverkäuflich ist der Ivorer dennoch nicht, denn auch in diesem Sommer braucht der Klub Einnahmen. Intern wird sein Marktwert bereits bei rund 100 Millionen Euro verortet.
Nach Sky‑Informationen steht Diomande aber nicht auf der Liste der Spieler, die vorrangig verkauft werden sollen. Stattdessen deutet vieles auf einen Abgang von Castello Lukeba hin. Der Franzose möchte den nächsten Schritt machen, Leipzig wäre bei Angeboten über 65 bis 70 Millionen Euro gesprächsbereit.
Zusammen mit möglichen Erlösen aus den Leihspielern Lutsharel Geertruida, Eljif Elmas und Arthur Vermeeren könnte RB die 100‑Millionen‑Marke erreichen. Verpasst Leipzig die Champions League, müsste laut Sky ein weiterer Topspieler verkauft werden: Antonio Nusa könnte rund 50 Millionen Euro einbringen.
Um Diomande zu halten, arbeitet Leipzig an einer Vertragsanpassung. Der Youngster soll eine deutliche Gehaltserhöhung erhalten, um seine rasante Entwicklung abzubilden. Zudem wäre weiterhin keine Ausstiegsklausel eingeschrieben. Auch gilt die neue Gehaltsstruktur: Kein Neuzugang verdient mehr als fünf Millionen Euro Grundgehalt, Boni kommen leistungsabhängig hinzu.
Aber: Angebote jenseits der 100‑Millionen‑Marke kann der Klub wirtschaftlich kaum ignorieren, das sollte allen Seiten klar sein. Intern gilt daher als wahrscheinlich, dass Diomande maximal noch eine Saison bleibt. Spätestens 2027 wird ein Wechsel zu einem europäischen Topklub erwartet.
Ein Beispiel liefert Benjamin Sesko, der 2024 trotz großer Anfragen nach einer Vertragsverbesserung ein weiteres Jahr in Leipzig blieb und schließlich im vergangenen Sommer für über 75 Millionen Euro zu Manchester United wechselte. Genau dieses Modell soll nun auch bei Yan Diomande greifen.
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