RB Salzburg, das im Bild am 3. November 2020 einen Treffer von Masaya Okugawa bejubelt, blieb in beiden Champions-League-Gruppenspielen gegen Bayern München damals nie ohne Torerfolg. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images.
Es ist das Spiel, auf das ganz Deutschland und ganz Österreich warten. Gleich zwei österreichische TV-Sender werden RB Salzburg gegen den FC Bayern München am Mittwoch live übertragen. Die Münchner sind haushoher Favorit – und doch ist Salzburg nicht chancenlos. Oder? Das Portal Fussballdaten.de hat nachgeschlagen.
Die Bayern haben tatsächlich schon einmal gegen RB Salzburg verloren. Am 18. Januar 2014, dem 43. Geburtstag von Coach Pep Guardiola („Thiago oder nix“) gingen die Münchner in der Red Bull Arena mit 0:3 (0:3) unter. Torschütze zum 1:0 für die Salzburger damals war ein gewisser Sadio Mané (29). Der Senegalese wurde im Sommer 2014 bei seinem Wechsel zum FC Southampton mit 23 Mio. Euro Ablöse zum bis dahin teuersten Abgang der Vereins-Historie. Soweit die Rückblende.
„Wir haben in Österreich Geschichte geschrieben, es ist für Red Bull Salzburg die Krönung und die Belohnung der vergangenen Jahre“, so der deutsche RBS-Trainer Matthias Jaissle (33) nun in einem SPORT BILD-Interview (Ausgabe 6 / 2022), „und ich sage es ganz offen: Für uns ist das auch eine geile Nummer.“
Kann man so sehen. Denn: Die „Bookies“ weisen Bayern München nach Manchester City (5:0 bei Sporting Lissabon) – als Top-Favoriten für den Gewinn der Champions League aus. Bayerns Chance liegt bei 18,6 Prozent, die Mannschaft des damals in Salzburg auf der Bayern-Bank sitzenden Pep Guardiola kommt auf 22,4 Prozent Titelchance. Salzburg ist mit 0,2 Prozent der krasseste Außenseiter aller 16 verbliebenen Klubs.
Österreichische Medien sehen die Mini-Chance der Salzburger vor allem in der jüngsten Bayern-Pleite beim VfL Bochum (2:4) in der Bundesliga. „Bayern-Blamage muss Salzburg Mut machen“, forderte die Wiener Kronen-Zeitung am Sonntag. „Die Lage ist keineswegs aussichtslos“, befand die Kleine Zeitung (Graz) am Montag, „der FC Bayern kämpft mit sich selbst, was Salzburg Perspektiven eröffnet. Die Fans können den Unterschied machen.“
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