SV Werder Bremen

Kohfeldt: „Können nicht zufrieden sein, wenn wir Zehnter sind“

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Werder Bremen steht nach der Hinrunde trotz Europa-Pokal-Zielen nur auf Platz 10. Zu der Hinrunde, Max Kruse, die Vorbereitung im Süden Afrikas, Probleme im eigenen Spiel und die Entwicklung von talentierten Akteuren wie Milot Rashica äußerte sich der Trainer von Werder, Florian Kohfeldt, nun im Interview mit dem „kicker“.

Kohfeldt mit Reise in den Süden Afrikas nur teilweise zufrieden

Zunächst äußerte sich der Trainer der Bremen zu den Bedingungen im Süden Afrikas. Auf die Frage, ob es die richtige Wahl war, dorthin zu reisen, antwortet Kohfeldt ausführlich. „Ich sehe es zweigeteilt. Gutes Wetter, Hotel mit Top-Standard, der Trainingsplatz ist völlig in Ordnung. Aber: Dass der Test am Sonntag abgebrochen werden musste, ist und bleibt unbefriedigend.“ Der Trainer zieht also ein teilweise sehr positives Fazit, ist aber immer noch sauer, dass das Testspiel aufgrund eines Gewitters abgebrochen werden musste.

Zudem ist der 36-Jährige grundsätzlich mit der Entwicklung in der Hinrunde zufrieden. „Wir gehören in der Liga zu den Teams, die am allerbesten und systematisch ins letzte Drittel kommen. Wir sind unstrittig auf ein anderes Level gekommen. Aber darauf dürfen wir uns nicht ausruhen“, so der Trainer. Zudem erklärte er, dass den Bremern oft die nötige Geschwindigkeit im Spiel fehlt. Man habe bei der Auswahl der Spieler „sehr viel Wert auf die fußballerische Komponente gelegt. Wer zusätzlich auch noch die physische Komponente in gleicher Qualität mitbringt, spielt leider nicht bei Werder Bremen.“

Kohfeldt würde sich wieder für Kruse entscheiden

Des Weiteren sprach der Trainer von Bremen auch über Max Kruse. Auf die Frage, ob er Max Kruse erneut zum Kapitän bestimmten würde, antwortet er eindeutig mit „Ja. Ich bin sehr zufrieden mit Max.“ Zudem erklärt er, dass „Max eine der größten Vertrauenspersonen“ für ihn sei. Zudem habe sich auch der Fitnesszustand des Stürmers verbessert, der in der Hinrunde aufgrund einer Verletzung vor dem Beginn der Saison etwas schlechter war. „Jetzt ist Max wieder auf einem sehr guten Stand“, so Florian Kohfeldt. Er scheint rundum zufrieden mit seinem Kapitän zu sein. Zudem geht er von einem dauerhaften Verbleib von Kruse aus: „Ich habe das Gefühl, dass er sich sehr wohlfühlt.“

Milot Rashica hatte es in der Hinrunde bei Werder Bremen nicht immer leicht. Highlights wie sein 2:1-Siegtreffer in der sechsten Minute der Nachspielzeit gegen Eintracht Frankfurt wechselten sich mit frustrierenden Phasen, während derer er lediglich auf der Tribüne saß, ab. Nun zeigt sich Kohfeldt aber sehr zufrieden mit dem jungen Angreifer. „Milot hat einen wirklich großen Sprung gemacht nach einem sehr harten Weg.“ Zudem erklärt er die Stärken und Schwächen des 22-Jährigen: „Er ist offensiv außergewöhnlich. Aber er muss defensiv sein Basisniveau bringen und halten.“

Optimistismus für die Rückrunde

Kohfeldt beschließt das Interview mit einer sehr optimistischen Aussage bezüglich der anstehenden Hinrunde. „Wenn wir so weitermachen, dann wird hier noch etwas passieren, was viele gar nicht erwarten. Auch punktemäßig. Darauf habe ich Vorfreude.“ Tatsächlich ist es richtig, dass Werder Bremen in der Hinrunde bereits wesentlich mehr Punkte hätte holen können. Oft hatte die Mannschaft Pech oder versäumte es im Angriff, die guten Chancen auch ordentlich zu verwerten. Bleibt Werder dran, ist in der Rückrunde wesentlich mehr möglich als 22 Punkte. Von einem Europa-League-Platz trennen die Bremer derzeit auch nur fünf Punkte, ein solcher kann also auch durchaus noch erreicht werden.

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