VfL Wolfsburg

Ein Kumpel für Bialek? Wolfsburg wirbt um Jakub Kaminski

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Beim VfL Wolfsburg wird sich bis zum Ende der Transferperiode noch einiges tun. Der Pflichtspielauftakt verlief durch den Wechselfehler im DFB-Pokal für den neuen Trainer Mark van Bommel alles andere als optimal. Regionalligist Preußen Münster hat mittlerweile fristgerecht Einspruch eingelegt, das Weiterkommen hängt für die Wölfe somit am seidenen Faden. Da das Schiedsrichtergespann um Christian Dingert jedoch bereits eigenes Fehlverhalten angedeutet hat, ist in dieser Sache das letzte Wort noch nicht gesprochen. Selbiges gilt auch für die Kaderplanung der Wolfsburger, die offenbar ernstes Interesse an Jakub Kaminski zeigen.

Wolfsburg scheitert mit erster Offerte

So berichtet der Journalist Roman Kolton vom polnischen Fußballportal „Prawda Futbolu“ auf Twitter, dass der Bundesligist im Werben um den 19-Jährigen mit einer ersten Offerte in Höhe von sieben Millionen Euro gescheitert sei. Wenn man bedenkt, dass in der Autostadt kein Geringerer als Jörg Schmadtke, seines Zeichens Manager und Geschäftsführer in Personalunion, die Fäden in der Hand hält, kann man aber zumindest damit rechnen, dass die Verhandlungen damit noch nicht beendet sind.

Der Pragmatiker Schmadtke, bereits in Aachen, Hannover und Köln in vergleichbarer Position, ist schließlich nicht dafür bekannt, wahllos mit Geld um sich zu schmeißen. Gleichwohl ist der 57-Jährige gewillt, immer wieder mutig zu investieren. So geschehen etwa im vergangenen Sommer. Da holte Schmadtke den hierzulande völlig unbekannten Angreifer Bartosz Bialek für fünf Mio. Euro, fast das doppelte seines damaligen Marktwertes, in die Bundesliga.

Foto: imago images

Jakub Kaminski: Ein Mann für die Außenbahn

Jener 19-jährige Bialek hatte hinter Sturmführer Wout Weghorst natürlich einen schweren Stand, sein Potenzial ließ der 1,91 Meter-Hüne dennoch immer wieder aufblitzen. Seit Ende April fehlt Kaminskis Landsmann zwar mit einem Kreuzbandriss. Doch sollte Weghorst den Verein mal verlassen, darf er sich leise Hoffnungen auf seine Nachfolge machen.

Aktuell hätte der umworbene Kaminski  in Wolfsburg allerdings vermutlich bessere Startelf-Chancen. Als Außenstürmer fühlt er sich auf beiden Seiten zuhause, auch Außenverteidiger hat er schon gespielt. Meist kommt der Rechtsfuß jedoch über den linken offensiven Flügel. Auf den Außenbahnen dürfte bei den Niedersachen noch einiges passieren. Dass Josip Brekalo weg will, ist schließlich kein Geheimnis.

Neben dem FC Turin soll Lazio Rom Interesse haben, ein Angebot gibt es aber noch nicht. Bei einem Verkauf könnte der Kroate wohl eine niedrige zweistellige Millionensumme in die Kasse spülen. Joao Victor ist ebenfalls ein Abgangskandidat, will aber anscheinend nicht zurück in Heimat zu Flamengo Rio de Janeiro. Für ihn könnte eine Rückkehr nach Österreich denkbar sein, dort sollen mehrere Klubs Interesse zeigen.

Foto: imago images

Bialek als alter Bekannter aus Polens U21

Während Wolfsburgs Start bekanntlich bescheiden verlief, hat Kaminski bei Lech Posen derzeit das Momentum auf seiner Seite. Nach drei Ligaspielen hat der Youngster bereits zwei Tore und eine Vorlage vorzuweisen. Starken Druck, sein Eigengewächs unbedingt ziehen lassen zu müssen, verspürt der Tabellenelfte der letzten Ekstraklasa-Saison ohnehin nicht.

Vertraglich ist Kaminski bis 2024 gebunden, sein Marktwert beträgt laut „transfermarkt.de“ fünf Mio. Euro. Macht Schmadtke aber wie schon bei Bialek Ernst, könnten die beiden polnischen Talente bald zusammen die Bundesliga aufmischen. Wie es sich anfühlt, Seite an Seite auf dem Platz zu stehen, kennen Bialek und Kaminski bereits aus Polens U21-Nationalmananschaft. Da kamen sie bisher in fünf Partien gemeinsam zum Einsatz.

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