VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg: Bosse treffen Simonis-Entscheidung

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Der Trainerstuhl von Paul Simonis beim kriselnden Bundesligisten VfL Wolfsburg wackelt gehörig. Eine erste wichtige diesbezügliche Entscheidung haben die Verantwortlichen jetzt getroffen.

Wolfsburg hält weiter an Simonis fest

Der VfL Wolfsburg hält vorerst offenbar weiter an Paul Simonis fest. „Ja, er ist unser Trainer. Wir wollen uns zusammen mit Paul durch diese Periode arbeiten“, stellte Geschäftsführer Sport Peter Christiansen im Anschluss an die blamable Niederlage im DFB-Pokal gegen Holstein Kiel (0:1) klar. In der Bundesliga belegen die Wölfe Rang zwölf, im DFB-Pokal muss man nun mit dem frühen Aus gegen einen Zweitligisten klarkommen. Zu wenig für die Ansprüche der Wolfsburger, die vor der Saison eigentlich die Qualifikation für Europa angepeilt hatten.

„Was ist Qualität? Ein sehr großer Bestandteil ist Mentalität und Einstellung. Will ich Spiele gewinnen oder lasse ich alles dahin laufen? Bei uns ist es zu sehr dahin laufen im Moment, das muss man so ganz klar sagen“, ließ Marius Müller in seiner Brandrede nach dem Spiel durchblicken. Auf die Frage, ob es innerhalb der Mannschaft noch stimme, sagte der Torwart: Das sollte hoffentlich der Fall sein.“ Die Nachfrage, ob er sich da noch sicher sei, ließ tief blicken. „Dazu sage ich nichts“, so Müller. Für den VfL geht es am Sonntag gegen die TSG Hoffenheim (17:30 Uhr) weiter. Bleibt das Ergebnis aus, könnte es das für Simonis gewesen sein.

Einstellungsprobleme bei den Profis?

Dass die Wolfsburger derart schwächeln, hat aber offenbar noch tieferliegende Gründe. In einer Art Brandrede prangerte Torwart Marius Müller nach dem Kiel-Spiel gravierende Einstellungsprobleme innerhalb der Mannschaft an. Das und auch einen fehlenden Zusammenhalt hatte bereits Kapitän Maximilian Arnold in den vergangenen Wochen angedeutet.

„Wenn du zu spät versuchst, alles reinzuwerfen und wenn du vorher probierst, mit 70, 75 Prozent ein bisschen locker aufzuzocken, dann wird es halt schwierig. Dann gewinnst du in der 2. Liga keine Spiele, in der 3. Liga nicht und in der Regionalliga auch nicht“, monierte Müller. „Was ist Qualität? Ein sehr großer Bestandteil ist Mentalität und Einstellung. Will ich Spiele gewinnen oder lasse ich alles dahin laufen? Bei uns ist es zu sehr dahin laufen im Moment, das muss man so ganz klar sagen.“

Probleme offenbar schon intern angesprochen

Auf die Frage, ob es innerhalb der Mannschaft noch stimme, sagte der Torwart: „Das sollte hoffentlich der Fall sein.“ Ob er sich da noch sicher sei? „Dazu sage ich nichts.“ Müllers klare Aufforderung ist: „Du musst diesen Turnaround jetzt über ganz dreckige Arbeit schaffen. Es geht nicht mehr mit zocken hier, zocken da und ein bisschen La Paloma. Du musst dir jetzt verbal auf die Fresse hauen.“ Der 32-Jährige bestätigte, dass die Probleme intern bereits angesprochen worden seien. „Es ist ja nicht so, dass wir jeden Tag hierherkommen und es ist uns alles scheiß egal. Auch wenn das manchmal so wirkt auf dem Platz.“

Auf seine eigenen Einflussmöglichkeiten angesprochen, sagte Müller, der beim VfL nur der Vertreter der eigentlichen Nummer eins Kamil Grabara ist: „Was soll ich denn machen? Soll ich den Spielern auf die Schnauze hauen? Dann kann ich rüber ins Werk gehen und meinen Vertrag abholen. Du kannst nicht mehr machen, als es ansprechen und den Jungs unter der Woche in den Arsch treten.“ Sportchef Christiansen dementierte die Einschätzungen von Müller nicht. „Marius Müller hat ein gutes Gefühl für das. Wenn er das sagt, dann kann es sein, dass es so ist“, sagte der Däne.

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