Nationalmannschaft

Freiburg-Keeper Atubolu setzt sich WM 2026 als Ziel

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Noah Atubolu stand während der Länderspielpause für Bundestrainer Julian Nagelsmann auf Abruf. Der 23-Jährige ist noch nicht in den Kader gerückt, auch nachdem Marc-André ter Stegen weiterhin nicht zur Verfügung stand. Statt ihm wurde Finn Dahmen vom FC Augsburg in die deutsche Mannschaft berufen – Atubolu hätte sich „mehr erwünscht“. Für ihn ist nun die Teilnahme an der WM 2026 das klare Ziel, wie er im Interview mit dem Sportstudio erklärte.

WM 2026 ist das Ziel für Atubolu

Mit 21 Jahren wurde Atubolu zum Stammkeeper des SC Freiburg. Die erste Saison war ein Auf und Ab für den 22-fachen U21-Nationaltorwart, der teils von den eignen Fans ausgepfiffen wurde. Der damalige Trainer Christian Streich hat sich darüber öffentlich beklagt und nannte es einen „Wahnsinn“, was Atubolu mitkriegen würde. Inzwischen ist er zu einem starken Rückhalt für den SCF mutiert und stellte in der vergangenen Saison mit 609 Minuten ohne Gegentreffer einen Vereinsrekord auf.

Ist es jetzt an der Zeit in die Nationalmannschaft nominiert zu werden? „Ich glaube, ich kann das so sagen, dass die WM natürlich ein Ziel ist für mich. Wäre ja komisch, wenn es nicht so wäre, nach meinen letzten Monaten einfach“, antwortete Atubolu auf die Frage, wann er in den Kader kommen könnte. „Deswegen habe ich mir es als Ziel genommen. Von daher habe ich noch Zeit.“ Er fügt aber noch hinzu: „Und selbst wenn das nicht klappt, ist mein Ziel langfristig auf jeden Fall Nationaltorwart zu werden.“ Die WM 2026 findet in den USA, Mexiko und Kanada statt.

Aus Sicht von Bundestrainer Nagelsmann hat Atubolu eine „sehr gute Entwicklung“ hingelegt. Aber: „Noah weiß, was seine Baustellen noch sind.“ Trotzdem „weiß (er) aber auch, was er sehr gut macht. Und ja, der Trend, auf dem er sich bewegt, der ist sehr, sehr gut. Dann wird er über kurz und lang sicherlich auch ein Kandidat, der bei uns reinrutschen kann.

Lob von Neuer: Vergleiche waren „unrealistisch“

Von Torwartkollegen Manuel Neuer bekam der Keeper Lob: „Er hat alles in den eigenen Händen“, betonte der 39-Jährige in der gleichen Sendung: „Glückwunsch zu seiner Laufbahn bisher und auch die Leistungen, die er für Freiburg und auch die U21 gebracht hat. Und ich glaube, dass das ein guter Weg bis jetzt ist. Er ist sehr jung und ehrgeizig. Er spielt gut mit, hat eine sehr gute Ausbildung genossen. Und ihm stehen natürlich alle Türen auch offen für die Zukunft.

Schon früh in seiner Karriere wurde Atubolu mit Neuer verglichen. Selbst sein Großvater, wie er enthüllt, hat sich „tierisch aufgeregt“ über die Vergleiche. Damals fand er es „cool“, doch mit der Zeit holte ihn die Realität ein: „Die Vergleiche waren komplett unrealistisch, da ich bei Weitem noch nicht so gut bin wie Manuel Neuer. Er ist der beste Torhüter, den wir je hatten. Ich glaube, dass mir die Vergleiche damals nicht so gutgetan haben, weil es die Erwartungshaltung an mich selber ins Universum geschossen hat.“

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