Nationalmannschaft

Auch ter Stegen? Diese deutschen Nationaltorhüter wurden gefeuert

Werbung

Der FC Barcelona will den deutschen Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen offenbar rasch loswerden. Einst als „Messi mit Handschuhen“ gefeiert, wurde der Triple-Sieger von 2015 Marc-André ter Stegen bei „Barca“ nun suspendiert. Ter Stegens Leidenszeit bei den Katalanen geht weiter, doch er ist nicht der einzige deutsche Nationaltorhüter, der von seinem Klub gefeuert wurde.

Kein Zweifel, auch bei „Barca“ versteht man die wenig erbauliche Kunst des Abschieds von verdienstvollen Spielern durch die kalte Küche. Wie die spanische Zeitung Mundo Deportivo am Donnerstag berichtete, hat der FC Barcelona seinem deutschen Torhüter Marc-André ter Stegen (33) das Kapitänsamt entzogen und ein Disziplinarverfahren gegen den derzeit an einer Rückenverletzung laborierenden Spieler eingeleitet.

Hintergrund der Maßnahme ist, dass der deutsche Nationaltorwart dem Club die Genehmigung verweigert, seinen Verletzungsbericht an die medizinische Kommission der Liga weiterzuleiten.

Die Demontage von ter Stegen geht also weiter, Barcelona will den noch bis 2028 unter Vertrag stehenden Keeper offenbar schnell loswerden und 80 Prozent seines Gehalts nutzen, um einen neuen Spieler zu registrieren.

Caramba, das riecht nach Abschied! Dass ter Stegen noch einmal für die Katalanen spielt, ist derzeit nicht sehr wahrscheinlich…

Ter Stegen suspendiert – Es wäre nicht das erste Mal, dass ein deutscher Nationaltorhüter mit seinem Klub in Konflikt gerät.

Gehen wir zurück ins Jahr 1987. Es war das Schicksalsjahr für zwei deutsche Torhüter-Idole – Harald Anton „Toni“ Schumacher (71) und Ulrich „Uli“ Stein (70), beide waren bei ihren Klubs 1. FC Köln und Hamburger SV absolute Institutionen.

Bis zum Sommer 1987. Da leistete sich erst Uli Stein im DFB Supercup gegen den FC Bayern München (1:2) in Frankfurt einen der größten Blackouts der Liga-Geschichte.

Vor Ter Stegen: Warum wurden Stein und Schumacher suspendiert?

Er versetzte Bayerns Torschütze Jürgen „Die Kobra“ Wegmann einen Faustschlag – und wurde vom HSV „auf unbestimmte Zeit beurlaubt.“ Der in letzter Minute von Hajduk Split verpflichtete Ersatz-Torhüter Mladen Pralija aus Kroatien kassierte zum Saisonstart beim FC Bayern sechs, später in Mönchengladbach acht Gegentore. In diesem Spiel am Bökelberg wurde er von dem damals 19 Jahre alten Berliner Torhüter Richard Golz abgelöst.

Emotional: Meier, Daum und der „Abpfiff“ für „Toni“ Schumacher beim FC

Steins alter Nationalmannschafs-Rivale „Toni“ Schumacher war in zwischen unter die Autoren gegangen. Er veröffentlichte 1987 sein zu Herzen gehendes Buch Anpfiff – Enthüllungen über den deutschen Fußball mit durchaus originellen Kapitelüberschriften wie „Rummenigge allein gegen die Mafia“ oder „Spritzen und Sex“.

  • Ein klassisches Eigentor – trotz rund 300.000 verkaufter Bücher.

Der gute Toni wurde zuerst bei der Nationalmannschaft, dann beim 1. FC Köln ausgebootet. Neuer DFB-Nationaltorhüter wurde Eike Immel, beim FC wurde der 20 Jahre alte Bodo Illgner neuer Stamm-Keeper.

Die Entscheidung, sich von Schumacher zu trennen, so berichtete der damalige FC-Manager Michael Meier, der „De Tünn“ zusammen mit dem 2024 verstorbenen Trainer Christoph Daum in seinem Haus besuchte, um es ihm zu sagen, sei „die emotionalste in seinem Leben“ gewesen.

Schumacher wirkte später noch als FC-Vizepräsident, aber zwischen den Pfosten stand er für den Geißbock-Klub nie mehr.

  • Der in Ungnade gefallene Ex-Nationaltorhüter schloss sich dem FC Schalke 04 an, ehe er mit dem BVB 1996 mit 42 Jahren noch einmal Deutscher Meister wurde (zuvor 1978 mit Köln).

Tim Wiese: Endstation „Trainingsgruppe Zwei“

Und dann kam er: Tim Wiese (43). Der deutsche Nationaltorhüter und WM-Dritte von 2010 ruinierte seine Karriere mit einem Transfer von Werder Bremen zu 1899 Hoffenheim.

  • 2012 kam Wiese mit hohen Erwartungen nach Hoffenheim – doch schon im ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal beim Regionalligisten Berliner AK musste er vier Gegentore hinnehmen.

Viel besser wurde es bei Wiese in Hoffenheim nicht mehr. Hatte ihm 1899-Coach Markus Babbel noch die Kapitänsbinde gegeben, so degradierte ihn dessen Nachfolger Marco Kurz zur Nummer drei. Im Winter 2012/2013 holte der Verein aus Sinsheim mit Heurelho Gomes von Tottenham Hotspur den ersten brasilianischen Torhüter in die Bundesliga – und stellte Wiese komplett kalt. Man sah ihn danach nur noch als Logengast in der Arena von Sinsheim…

  • Tim Wiese machte nur zehn Bundesligaspiele für Hoffenheim.

Nachdem mit Markus Gisdol auch der nächste „Hoffe“-Coach Wiese nicht aufstellte, landete er in der von Lutz Pfannenstiel betreuten, legendären „Trainingsgruppe zwei“, wo sich auch andere, ausgemusterte Profis wie Tobias Weis wiederfanden. Erst am 21. Januar 2014 trennten sich Hoffenheim und Tim Wiese.

Werbung

Ältere Artikel

Diarra-Fall beendet: FIFA einigt sich auf Vergleich

Ein jahrelanger Rechtsstreit mit potenziell weitreichenden Folgen für das internationale Transfersystem ist vorerst beendet: Die…

8. Juni 2026

Glazer-Familie denkt um: Manchester United vor nächster Eigentümerwende?

Bei Manchester United könnte sich im Hintergrund die nächste große Machtverschiebung anbahnen. Laut einem Bericht…

4. Juni 2026

Neustart an der Seitenlinie: Iniesta beginnt Trainer-Karriere

Andrés Iniesta hat sein erstes Kapitel als Cheftrainer aufgeschlagen: Der frühere Welt- und Europameister übernimmt…

2. Juni 2026

Eine Legende tritt ab: James Milner beendet seine Karriere

Ein echtes Urgestein der Premier League hängt die Fußballschuhe an den Nagel. Im Alter von…

1. Juni 2026

Deutschland – Finnland Tipps, Prognose & Quoten | Freundschaftsspiel 31.05.2026

Deutschland bestreitet sein letztes Heimspiel vor der WM 2026 in Mainz – und nutzt die…

30. Mai 2026

PSG – Arsenal Tipps, Prognose & Quoten | Champions League 30.05.2026

Nach dem Ende einer über 20 Jahre langen Durststrecke in der Liga greift Arsenal nun…

29. Mai 2026

Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Nutzererlebnis bieten zu können. Wenn Sie fortfahren, diese Seite zu verwenden, nehmen wir an, dass Sie damit einverstanden sind.