Nationalmannschaft

Trotz Pause und Wechselgerüchten: Nagelsmann setzt auf ter Stegen

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Die deutsche Nationalmannschaft geht mit Marc-André ter Stegen als Nummer 1 in das Final Four der Nations League. Trotz fehlender Spielpraxis und Gerüchten über ein Aus in Barcelona sprach Bundestrainer Julian Nagelsmann dem Keeper sein vollstes Vertrauen aus.

Nagelsmann stellt klar: Ter Stegen bleibt Nummer 1

Erstmals seit seinem Patellasehnenriss im September 2024 ist Marc-André ter Stegen wieder bei der Nationalmannschaft. Nachdem der 33-Jährige seit seinem Comeback am 3. Mai beim FC Barcelona keine Spielpraxis mehr bekommen hatte, gab es Zweifel bezüglich einer sofortigen Rückkehr ins Nationaltor. Zudem konnten seine Vertreter Alexander Nübel und insbesondere Oliver Baumann bei ihren Einsätzen überzeugen. Bundestrainer Nagelsmann hatte ter Stegen jedoch bereits während seiner Pause mehrfach den Rücken gestärkt.

Auch in der Videobotschaft zu seiner Kadernominierung vergangene Woche sagte der 37-Jährige: „Wir haben schon oft betont, dass er [ter Stegen, Anm. d. Red.] unsere Nummer 1 ist.“ Daran änderte sich auch am Freitagnachmittag nichts. „Marc wird die Nummer 1 sein“, bestätigte Nagelsmann am ersten Vorbereitungstag in Herzogenaurach. Dies habe er gemeinsam mit Torwarttrainer Andreas Kronenberg beschlossen. „So viele Spiele hat er [seit seinem Comeback, Anm. d. Red.] zwar noch nicht wieder gemacht, aber er ist im Training top drauf und außerdem in einem Alter, in dem er nicht mehr so sehr den Rhythmus braucht.“

Nations League-Titel das große Ziel

Nagelsmann ist daher überzeugt, dass ter Stegens Erfahrung mehr wert ist als jede Spielpraxis. „Wenn er 22, 23 Jahre wäre, würde ich mir vielleicht Gedanken machen, aber Marc hat extrem große Erfahrung, trainiert wirklich sehr, sehr gut“, lobte der Bundestrainer einen der etlichen Rückkehrer. Er ist überzeugt, dass ter Stegen beim Finalturnier der Nations League „zwei Topspiele machen wird.“ Am kommenden Mittwoch um 21 Uhr trifft das DFB-Team im Halbfinale auf Portugal. Vier Tage später soll – ebenfalls in München – das Finale anstehen.

Das Turnier hat für Bundestrainer Nagelsmann große Priorität. Ein Paradebeispiel für die Bedeutung des 2018 eingeführte Wettbewerbs sei der amtierende Gewinner aus Spanien. „La Furia Roja“ hatte den Titel 2023 euphorisch gefeiert. „Die spanische Mannschaft hat begriffen, wie bedeutungsvoll die Nations League sein kann“, so Nagelsmann. Mit Blick auf die letztjährige EM im eigenen Land könnten die Endspiele in Deutschland „eine kleine Mini-EM sein.“ Mit großen Fußballnationen im Gepäck: Im zweiten Halbfinale trifft Titelverteidiger Spanien auf den amtierenden Vizeweltmeister Frankreich.

Ter Stegen vor Barça-Aus? Kein Thema für Nagelsmann

Nagelsmann ist zudem zuversichtlich, dass sich ter Stegen – neben der langen Verletzungspause – auch durch Gerüchte um seine Zukunft nicht verunsichern lässt. Mehrere spanische Medien berichteten in den vergangenen Tagen übereinstimmend, der Torhüter stehe beim FC Barcelona vor dem Aus. Barça-Präsident Joan Laporta soll ihn trotz bis 2028 gültigem Vertrag zum Verkaufskandidaten erklärt haben. Ter Stegen spielt seit 2014 für die Katalanen.

Der Bundestrainer hat mit seinem Vorgänger und jetzigem Barça-Trainer Hansi Flick viel über den Keeper gesprochen. Allerdings nicht über einen möglichen Wechsel: „Wir haben miteinander geredet, aber da ging es ausschließlich um Marc selbst und nicht über die Transferpläne von Barcelona.“ Trotz der Berichte sieht Nagelsmann die Situation um seine zurückgekehrte Nummer 1 gelassen. „Dass Marc ein Verkaufskandidat sein soll, habe ich auch gelesen, aber das ist nicht meine Baustelle“, sagte der 37-Jährige auf die Gerüchte aus Spanien angesprochen.

Anschließend unterstrich er nochmals, dass er trotz aller Nebenschauplätze weiterhin vollstes Vertrauen in ter Stegen habe: „Da wird mir nicht angst und bange. Und Marc auch nicht.“

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