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Einst als türkischer Messi gefeiert, heute ohne einen einzigen Einsatz: Der Fall Emre Mor

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Als Borussia Dortmund im Sommer 2016 Emre Mor für fast zehn Millionen Euro vom FC Nordsjælland verpflichtete, galt der Transfer als echter Coup. Im selben Transferfenster kam übrigens Ousmane Dembélé nach Dortmund. Beide galten damals als heiße Talente und wurden in den höchsten Tönen gelobt. Was dann folgte, hätte unterschiedlicher kaum sein können, wie 90min.de in einem Rückblick auf Mors Karriere festhält.

Dembélé wurde Champions-League-Sieger mit PSG und Ballon-d’Or-Gewinner 2025. Mor hingegen hat in der laufenden Saison keine einzige Pflichtspielminute vorzuweisen und sein Marktwert liegt nur noch bei geschätzten 600.000 Euro.

Vom BVB über Spanien in die Sackgasse

Der Absturz von Emre Mor begann früh. Nach nur einer Spielzeit bei Borussia Dortmund wechselte Mor 2017 für rund 13 Millionen Euro zu Celta Vigo. Ein Transfer, der sich für die Spanier als teures Minusgeschäft entpuppte. In zwei Jahren brachte er es auf 52 Einsätze und lediglich sechs Torbeteiligungen.

Was folgte, war eine Reihe von Leihen zu wechselnden Vereinen. Galatasaray Istanbul, Olympiakos Piräus und Fatih Karagümrük, wo er letztendlich 2022 ablösefrei landete. Karagümrük verkaufte ihn im selben Sommer für zwei Millionen Euro an Fenerbahçe, lieh ihn allerdings sofort wieder aus.

Bei Eyüpspor auf Leihbasis erlebte Mor 2024 noch einmal ein kurzes Karrierehoch und verhalf dem Verein mit guten Leistungen zu einer starken Saison. Danach kehrte er zu Fenerbahçe zurück.

Verletzungen, taktische Defizite und fehlende Disziplin

Bei Fenerbahçe kommt Mor in dieser Saison bisher auf keinen einzigen Einsatz und wurde zu Beginn der Spielzeit aus dem Kader gestrichen. Die Gründe für diesen Absturz sind vielfältig, lassen sich aber auf drei wesentliche Punkte herunterbrechen. Verletzungen, die ihn immer wieder aus dem Rhythmus warfen, taktische Defizite, die seine Trainer seit den BVB-Tagen kritisierten, und fehlende Disziplin abseits des Platzes.

Sein damaliger Trainer bei Karagümrük, Tolunay Kafkas, brachte es auf den Punkt. Mor habe seine Schwierigkeiten und Probleme, man könne ihm dabei nicht helfen, das müsse er selbst überwinden. Der Traum vom türkischen Messi scheint somit bereits früh ausgeträumt zu sein.

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