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Mjällby und die größten Meister-Sensationen aller Zeiten

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Die schwedische Liga Allsvenskan gehört – bei allem Respekt – nicht zu den Top Ten Ligen in Europa und ist daher auch nur selten in unseren News-Highlights vertreten, was wir natürlich sehr schade finden. Aber: Wenn in Schweden die Posh abgeht, dann sind wir dabei. Wie am Montag! Mit Mjällby AIF schaffte ein No-Name-Kluba aus Schweden die größte Meister Sensation aller Zeiten in Europa.

Aus der Serie „In den Schuhen des Fischers” – Fußball am Meer erlebt in diesem Jahr in Skandinavien die perfekte Welle.

Erst stürmte der FK Bodö/Glimt aus Norwegen in die Champions-League-Ligaphase (7:1 in der Addition gegen Österreichs Meister SK Sturm Graz), nun schrieb Mjällby AIF die größte Geschichte aller Zeiten.

Seit Montagabend und seit einem 2:0-Erfolg beim IFK Göteborg steht Mjällby AIF als schwedischer Meister fest.

Und das auch dank eines Fallrückzieher-Tors von Jacob Bergström (21.).

Welches sind die kleinsten Meister-Städte in Europa?

  • Der Verein aus dem 1.300-Einwohner-Dorf im Süden Schwedens ist damit der kleinste Meister in Europa  –
  • Mjällby hat damit die Sensations-Erfolge der Kleinstädte Lens in Frankreich und Kaiserslautern in Deutschland (beide Meister im WM-Jahr 1998), von Unirea Urziceni (2009 / 13.380 Einwohner), vom Serienmeister der Färöer-Inseln, B36 Torshaven (13.900 Einwohner) in den Schatten gestellt.
  • Selbst Villarreal (50.600 Einwohner) aus Spanien, die kleinste Stadt, aus der jemals ein Europapokalsieger kam (Europa-League-Sieger 2021), kann hier nur staunen.

Wo liegt eigentlich Mjällby?

Mjällby AIF ist gar nicht so leicht zu finden. Der Klub gehört zu einem Camping- und Fischerdorf namens Hällevik. „Wir spielen da, wo die Welt endet und das Meer anfängt“, lautet die ebenso simple wie originelle Weg-Beschreibung.

  • Nach einem 1:0 gegen Halmstads BK unmittelbar vor der Länderspielpause im September und acht Partien vor Schluss stand Mjällby bereits mit acht Punkten Vorsprung vor Hammarby IF steht Mjällby AIF auf Platz eins der schwedischen Eliteliga.
  • Nun brachte man die Sensation mit elf Punkten Vorsprung vier Runden vor Schluss ins Ziel.
  • Die Mannschaft von Trainer Anders Torstensson (59) verlor dabei nur ein einziges Spiel.
  • Top-Torjäger ist Nahir Besara (34) mit 16 Saisontreffern.

2016 noch vor dem Bankrott und in der dritten Liga in Schweden firmierend, hat man im abgelegenen Mjällby, wo es weder einen Bahnhof noch eine Busstation gibt, eine wohl einmalige Chance genutzt.

Oder, wie es BILD am SONNTAG (Ausgabe vom 24. August 2025) schon vorauseilend formuliert hat: „Ein Fußball-Märchen, das selbst Astrid Lindgren nicht schöner hätte erfinden können.“ Word.

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