Juan Manuel Serrano Arce/Getty Images
Mit dem dritten Platz hinter dem FC Barcelona und Real Madrid würde wohl jeder Trainer groß Werbung für sich machen. Villarreal-Trainer Marcelino hingegen steht trotz der Topsaison vor dem Aus beim Gelben U-Boot. Hinter den Kulissen kracht es ordentlich.
Mit 65 Punkten auf Platz drei ist die Champions League für Villarreal so gut wie sicher. Die Vereinsverantwortlichen kommen mit Trainer Marcelino dennoch nicht auf einen grünen Zweig. Wie die spanischen Journalisten Xavi Sidro und Fran Guaita in der Radioprogramm „EL Larguero“ des Senders „Cadena SER“ berichten, steht Marcelino vor dem Aus bei Villarreal.
Vor allem die schlechten Ergebnisse in der Champions League, die großen Ausgaben, geringen Einsatzzeiten für Akademiespieler und zu hohe Anforderungen werden als Hauptgründe für die wohl bevorstehende Trennung genannt. Unter Marcelino gab das Gelbe U-Boot 174 Millionen Euro für Spieler aus, enttäuschte in der Champions League aber mit sieben Niederlagen und nur einem Remis in acht Spielen.
Weiters möchte der Klub Talenten aus dem eigenen Nachwuchs eine größere Rolle verleihen, was unter Marcelino nicht zufriedenstellend funktionierte. Der 60-jährige Spanier bevorzugt hingegen große Ausgaben, was die Führungsebene nicht erneut mittragen möchte. Auch die hohen Anforderungen an Kader und Verantwortliche tragen zu einem negativen Gesamtbild bei.
Vor wenigen Tagen äußerte sich Marcelino selbst über seine Zukunft. „Ich glaube, dass wir in Kürze eine endgültige Entscheidung treffen werden. Wir werden uns zusammensetzen, und der Verein und der Trainerstab werden eine Entscheidung treffen, die wir dann bekannt geben werden.“, erklärte er vor wenigen Tagen.
Für Marcelino war es nach 2013 bis 2016 die zweite Amtszeit bei Villarreal. In der aktuellen Saison könnte er noch einen Rekord brechen. In den verbleibenden fünf Partien könnte er die vereinsinterne Rekordsaison 2007/08, in der Manuel Pellegrini 77 Punkte holte. Marcelino kann in dieser Saison noch die 80-Punkte-Marke erreichen, was auch individuell seine beste Spielzeit an der Seitenlinie wäre.
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