Premier League

Abstieg eines Sensations-Meisters?

Werbung

Englischer Meister 2016, Champions-League-Viertelfinale 2017, FA-Cup-Sieger 2021 – Leicester City hat sich mit seinen Erfolgen nicht nur auf der Insel in die Herzen der Fans gespielt. Nun droht den „Foxes“ der Abstieg aus der Premier League – 0:0 im Monday Night Game bei Newcastle United.

Damit hat es die Mannschaft um Stürmerstar Jamie Vardy (36) am letzten Spieltag nicht mehr in der eigenen Hand. Es braucht – bei 31 Zählern – einen Heimsieg gegen Conference-League-Finalist West Ham United und mindestens ein Remis von Abstiegskonkurrenz FC Everton. Die „Toffees“ (33 Punkte) spielen am Sonntag im heimischen Goodison Park gegen den bereits gesicherten AFC Bournemouth.

  • Leicester City wäre dann der 2. Meister aus der 1992 gegründeten Premier League, der den bitteren Weg in die Championship antreten müsste.
  • Das ist zuvor nur den Blackburn Rovers, die 1995 eine ähnliche Meister-Sensation wie Leicester schafften, passiert – und zwar im Jahr 2012.

41 Gegentore

  • Nur dank der Pfostentreffer 24 bis 26 von Newcastle United blieb es für Leicester bei 41 Gegentoren. Das ist der schlechteste Wert für den Klub aus den East Midlands seit 2010/2011 (44 Gegentreffer).
  • Als einziges Team aus einer Top-5-Liga in Europa ist Leicester City seit der WM-Pause nie ohne Gegentor geblieben.
  • Leicester konnte keines der letzten 5 Spiele gewinnen.

„Was ist da so schrecklich falsch gelaufen?“

Auch droht Wilfred Ndidi („Ndidi, der Doppelgänger“) ein Leistungsträger im Saisonfinale auszufallen. „Ich schaue mir die Mannschaft an und frage mich: Was ist da so schrecklich falsch gelaufen?“, suchte Leicester Citys zweiter Meister-Torhüter von 2016, Mark Schwarzer (50) vor dem Spiel bei BBC nach Erklärungen für den Absturz, „der Fall von Leicester City begann vor längerer Zeit, aber ich bin überrascht, wie schnell alles ging.“

Blickt man (mit Wehmut) auf das Foto der Mannschaft von Meistertrainer und „Nearly Man“ Claudio Ranieri vom 7. August 2016 vor dem Community Shield gegen Manchester United (1:2) in Wembley – unter anderem mit Danny Drinkwater, dem deutschen Profi Robert Huth, dem Österreicher Christian Fuchs und dem ehemaligen Bundesligaspieler Shinji Okazaki – so ist 7 Jahre nach dem Meister-Coup nur noch Jamie Vardy verblieben.

Weitere News und Transfergerüchte rund um den deutschen Fußball findest du hier >>

Werbung

Ältere Artikel

Rückkehr auf die Trainerbank: Ivan Juric übernimmt in Monza

AC Monza geht seine Rückkehr in die Serie A mit einem neuen Gesicht an der…

29. Juni 2026

Stephen Eustáquio: Kanadas leiser Taktgeber

Manchmal braucht Fußball keine große Bühne voller Worte, sondern nur einen Moment, einen Ballkontakt –…

29. Juni 2026

Diarra-Fall beendet: FIFA einigt sich auf Vergleich

Ein jahrelanger Rechtsstreit mit potenziell weitreichenden Folgen für das internationale Transfersystem ist vorerst beendet: Die…

8. Juni 2026

Glazer-Familie denkt um: Manchester United vor nächster Eigentümerwende?

Bei Manchester United könnte sich im Hintergrund die nächste große Machtverschiebung anbahnen. Laut einem Bericht…

4. Juni 2026

Neustart an der Seitenlinie: Iniesta beginnt Trainer-Karriere

Andrés Iniesta hat sein erstes Kapitel als Cheftrainer aufgeschlagen: Der frühere Welt- und Europameister übernimmt…

2. Juni 2026

Eine Legende tritt ab: James Milner beendet seine Karriere

Ein echtes Urgestein der Premier League hängt die Fußballschuhe an den Nagel. Im Alter von…

1. Juni 2026

Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Nutzererlebnis bieten zu können. Wenn Sie fortfahren, diese Seite zu verwenden, nehmen wir an, dass Sie damit einverstanden sind.