Hugo Ekitiké droht das WM-Aus. (Photo by Jan Kruger/Getty Images)
Der FC Liverpool ist im Viertelfinale der Champions League erneut an Paris Saint-Germain gescheitert. Nach dem 0:2 im Hinspiel setzte es auch im Rückspiel an der Anfield Road eine 0:2-Niederlage, womit die Reds mit insgesamt 0:4 aus dem Wettbewerb ausschieden. Neben dem sportlichen Rückschlag sorgte insbesondere die schwere Verletzung von Stürmer Hugo Ekitiké für Fassungslosigkeit auf und neben dem Platz. Der Franzose musste noch in der ersten Halbzeit ausgewechselt und vom Feld getragen werden.
Die Schlüsselszene ereignete sich in der 28. Minute: Ekitiké ging ohne gegnerische Einwirkung zu Boden und griff sich sofort an den Bereich der Achillessehne. Die Betreuer eilten umgehend auf den Platz, schnell war klar, dass es sich nicht um eine harmlose Blessur handelte. Der 23-Jährige konnte nicht eigenständig auftreten und musste schließlich mit einer Trage in die Kabine gebracht werden. Englische und französische Medien berichten übereinstimmend von einem schweren Achillessehnenschaden, teilweise ist sogar von einem möglichen Riss die Rede. Bestätigende Untersuchungen stehen zwar noch aus, doch die ersten Einschätzungen deuten auf eine längere Ausfallzeit hin.
Ekitiké war erst im vergangenen Sommer für rund 95 Millionen Euro von Eintracht Frankfurt nach Liverpool gewechselt und ist damit der teuerste Mittelstürmer in der Geschichte des Vereins. Der flexible Angreifer hatte sich schnell in der Premier League etabliert, erzielte in dieser Saison bereits eine zweistellige Anzahl an Toren und bereitete mehrere Treffer vor. Damit gehörte er zu den wichtigsten Offensivakteuren im System von Trainer Arne Slot, der nach dem Spiel von einer sehr schweren Situation für Mannschaft und Spieler sprach. Besonders bitter: Sollte sich der Verdacht auf einen Achillessehnenriss bestätigen, droht Ekitiké nicht nur das Saisonende, sondern wohl auch das Verpassen der anstehenden Weltmeisterschaft im Sommer. Der Stürmer galt als aussichtsreicher Kandidat für einen Platz im französischen Kader und hatte gute Chancen auf regelmäßige Einsätze im Nationalteam.
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