Süper Lig

Nächste Kehrtwende: Kanté kehrt doch nach Europa zurück

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Der Wechsel von N’Golo Kanté zu Fenerbahçe Istanbul schien eigentlich so gut wie sicher, bevor der Transfer am Deadline Day überraschend platzte. Nun folgt jedoch die nächste Wendung: Der Mittelfeldspieler wird doch in die Türkei wechseln.

Wechsel galt als geplatzt: Fenerbahçe erhob Vorwürfe

Fenerbahçe Istanbul und N’Golo Kanté hatten sich angeblich bereits vor Wochen geeinigt. Im Gegenzug sollte Youssef En-Nesyri vom Bosporus zu Al-Ittihad wechseln. Der Deal scheiterte letztendlich aber an Formalitäten und einem Absturz eines FIFA-Systems. Der Süper-Lig-Klub reagierte mit Anschuldigungen gegen den abgebenden Verein aus Saudi-Arabien. Fenerbahçe habe alle obligatorischen Einigungen und Medizinchecks abgeschlossen und „erforderlichen Genehmigungen eingeholt“, hieß es am Dienstagmorgen in einer Stellungnahme auf den Social-Media-Kanälen.

„Aufgrund fehlerhafter Eingabe der relevanten TMS-Informationen“ durch Kantés Noch-Klub Al-Ittihad konnten „die Transaktionen jedoch nicht innerhalb der Transferregistrierungsfrist abgeschlossen werden, unabhängig von unserem Verein.“ Selbst nachdem die FIFA die Frist verlängert hatte, soll der Saudi-Klub unsauber gearbeitet und „die Transaktionen ohne Angabe von Gründen nicht abgeschlossen“ haben. Bei Fenerbahçe zeigte man sich enttäuscht darüber, dass Kanté die restliche Saison nicht in der Türkei spielen würde.

Grünes Licht der FIFA: Kanté darf doch wechseln

Nur wenige Stunden gab es eine weitere Wende: Laut Transfer-Experte Fabrizio Romano genehmigte die FIFA den Wechsel trotz abgelaufener Fristen. Demnach wollte Kanté unbedingt nach Istanbul wechseln und unterschrieb bei Fenerbahçe einen Vertrag bis 2028. Damit kehrt der 34-Jährige nach zweieinhalb Jahren in der Wüste nach Europa zurück. Wie Romano berichtet, spart sein neuer Klub zudem rund vier Millionen Euro an Ablöse. Der Franzose wechselt offenbar ablösefrei in die Süper Lig, nachdem sein Vertrag bei Al-Ittihad einvernehmlich aufgelöst wurde – der Tauschdeal mit En-Nesyri geht ebenfalls über die Bühne.

Kanté wechselte im Sommer 2023 nach sieben Jahren beim FC Chelsea zu Al-Ittihad. Der Weltmeister von 2018 kam für den Klub aus der saudi-arabischen Metropole Dschidda in 105 Pflichtspielen zum Einsatz (zehn Tore, elf Assists) und gewann in der vergangenen Saison den Pokal. Beim Klub von Ex-Schalke- und -Leipzig-Trainer Domenico Tedesco will er sich für die WM im Sommer empfehlen. Seit Mitte September 2024 hat Kanté lediglich zwei Länderspiele bestritten. Nun hofft der 65-malige französische Nationalspieler auf den WM-Zug aufzuspringen und wieder regelmäßig für die „Équipe Trioclore“ spielen zu können.

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