Muss Thomas Müller Vancouver verlassen(Photo by Rich Lam/Getty Images)?
Die Zukunft der Vancouver Whitecaps steht plötzlich im Mittelpunkt der MLS – und damit auch die von Klubstar Thomas Müller. Der Traditionsverein aus Kanada ist offiziell zum Verkauf gestellt worden, zudem wird hinter den Kulissen offen über einen möglichen Umzug des Teams in eine US-Metropole nachgedacht. Damit ist nicht ausgeschlossen, dass der frühere Bayern-Profi mittelfristig seinen Lebensmittelpunkt erneut verlegen muss.
Die aktuelle Eigentümergruppe um Greg Kerfoot, Steve Luczo, Jeff Mallett und Ex-NBA-Star Steve Nash hat entschieden, sich von der Franchise zu trennen. Hintergrund sind vor allem wirtschaftliche und infrastrukturelle Probleme rund um das Stadion: Die Whitecaps klagen seit längerem über eingeschränkte Vermarktungsmöglichkeiten, begrenzte Einnahmequellen und schwierige Rahmenbedingungen bei der Nutzung ihrer Spielstätte. Intern heißt es, diese Faktoren hätten es bislang erschwert, Investoren zu finden, die sich klar zum Standort Vancouver bekennen.
Nach Klubangaben wurden in den vergangenen Monaten Gespräche mit mehr als 100 Interessenten geführt. Dennoch habe sich bislang kein Angebot ergeben, das langfristig den Verbleib der Mannschaft in der Stadt sichern würde. Die Eigentümer betonen zwar, dass sie weiterhin eine Lösung in Vancouver bevorzugen und ausdrücklich lokale Investoren mit entsprechender finanzieller Stärke und Vision ansprechen wollen. Gleichzeitig wird deutlich, dass ein Umzug nicht mehr ausgeschlossen wird, sollte sich keine tragfähige regionale Lösung ergeben.
Die Unsicherheit um die Zukunft des Klubs hat bereits deutliche Reaktionen im Umfeld ausgelöst. Unter dem Motto „Save the Caps“ organisieren Fangruppen Protestaktionen und Märsche zum Stadion, um ein klares Zeichen gegen einen möglichen Wegzug zu setzen. Mit Bannern und Sprechchören machen sie deutlich, dass die Whitecaps als einer der ältesten Klubs im MLS-Umfeld aus ihrer Sicht unbedingt in Vancouver bleiben sollen.
Sportlich präsentiert sich das Team derweil stabil: In der laufenden Saison rangieren die Whitecaps in der Western Conference im oberen Tabellenbereich und haben mit bislang 24 Punkten eine starke Zwischenbilanz vorzuweisen. Für Thomas Müller und seine Mitspieler bedeutet das, dass die sportlichen Ziele – etwa ein tiefer Playoff-Run – trotz aller Turbulenzen bestehen bleiben. Ob der Weltmeister seine Tore künftig weiterhin in Vancouver oder irgendwann in einer anderen Stadt erzielt, hängt nun maßgeblich davon ab, ob sich eine lokale Käufergruppe findet, die die Franchise in Kanada hält.
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